Facebook-Rückzug & IT-Clean-Up

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Im Netzwerk Facebook bin ich nun mit beiden Accounts deaktiviert. Ich plane nicht, dieses Netzwerk wieder aktiv zu nutzen.Zwischenzeitlich kann es notwendig sein, den ein oder anderen Post zu suchen oder Fotos herunter zu laden – aktiv werde ich dort nicht mehr.

Die Gründe dafür habe ich ja bereits in mehreren Artikeln dargelegt. Ich habe bei meinem Auftritt immer darauf gesetzt, dass sich die Leute freiwillig einfinden. Kein Vergleich also zu horrend wachsenden Klickzahlen anderer Seiten, die aber doch recht leicht zu manipulieren sind.

Ich schließe mit den Facebook-Accounts nicht nur einen an sich wichtigen Teil meines Netzwerkes. Die Abmeldung schließt zugleich

1. Einfallstor für Mobbing
2. Nährboden für Depressionen
2. technische Sicherheitslücke

Zur Persona-Non-Grata auf den Seiten des Deutschen Bundeswehrverbandes erklärt zu werden und keine Postings mehr im Netzwerk verbreiten zu dürfen war einer von vielen Niederschlägen in der letzten Zeit, die ich mir besonders rund um Weihnachten, aber auch künftig nicht mehr geben will.

Problem: Informationsfluss

Wesentliche Teile meiner Informationen liefen über Facebook. Die Manipulationsmöglichkeiten wurden aber seit Beginn der Urkainekrise vielfältig genutzt. Menschen werden anhand von vielen Themen gegeneinander aufgebracht und mit Schockbildern konfrontiert. Manipulierende Werbung der Bundeswehr, aber auch der exzessive Trauerkult um gefallene Soldaten nahmen Überhand in meinem Umfeld. All das will und brauche ich nicht.

Es trifft wie immer natürlich die Falschen – doch die Kommnikation auf Facebook nahm in den letzen Wochen zusehends ab. Leider reduziert das meine Reichweite in Bezug auf Artikel erheblich.

Meine Webauftritte – besonders Medienkonsument – werden derzeit massiv gespamt. In den letzten Tagen kam es dann noch zu einem Zugriff auf meinen Rechner, so dass nun noch ein Umbau von Hardware und Passwörtern erforderlich geworden ist. Einzig zuverlässig funktionierende eMail-Adresse ist derzeit

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Eine sichere eMail-Adresse mit Verschlüsselung werde ich Fallbezogen weiterreichen. Fehlfunktionen auf meinem Rechner taten ihr übriges, mich in der letzten Zeit unter Stress zu setzen. Ich veröffentliche die Aufnahmen von einem Vorfall von vor einigen Tagen. Der Mauszeiger entwickelte ein Eigenleben – die Fehlfunktion konnte ich zunächst dadurch stoppen, dass ich die Verbindung zum DSL-Netz trennte.

Video

Disclaimer:

Ja – ich weiß, das Video ist schlecht und die Einstellungen lassen es durchaus zu, dass ich selbst den Zeiger bewegt hätte. Habe ich aber nicht.

Nein – ich habe kein Wireshark-Protokoll. Wenn soetwas passiert, dann meldet sich vorher leider niemand und erlaubt das Mitschneiden.

Mögiche Schnittstellen waren WLAN und die Routerfreigaben für die Herstellerseitige, umfassende Fernfunktion. Ich kann nicht ausschließen. Ich kann auch nicht ausschließen irgendwann in letzter Zeit in einem öffentlichen WLAN gehackt worden zu sein. Doch angesichts einer frischen Installation und eines nur wenige Wochen alten Rechners ist das ein sehr merkwürdiges Verhalten.

Ergo:

Geräte zurücksetzten, Passwörter erneuern – Einfallstore schließen … viel zu tun und gerade dann, wenn ich bereits auf Reserve laufe…

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Frohe Weihnachten?

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Ausser einer wagen Andeutung ohne Rechtsverbindlichkeit habe ich weiterhin keine Ahnung, wie der Stand des Verfahrens ist.

Angeblich stünden die Chancen gut, im Januar 2015 in die Schutzzeit eingestellt zu werden. Mehr als ein ruhigstellen über Weihnachten ist all das für mich aber nicht, denn wenn eines bei dieser Bundeswehr verlässlich ist, dann ist es, dass man sich nicht auf sie verlassen sollte.

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Jahresbilanz 2014: Flickschusterei & Redeverbot

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Die Bundeswehr lässt sich weiterhin Zeit mit der Abwägung der Einsatzschädigung und WDB-Bearbeitung. 18 Monate gelten als schnell – bei mir sind es nun 20 seit Diagnose – 19 seit Antragsstellung.
Ich muss nun entscheiden, ob ich die Therapie & das Coaching – beides sehr gut laufende Maßnahmen – im Januar auf Dispo fortführe.
Die Jobsituation wurde prekär, da ich nicht dauerhaft 2 Jobs, Studium, Therapie und Bachelor-Arbeit auf die Reihe bekam.

Ohne besonnenes Vorgehen, hätte ich längst meinen Zweitversuch verpatzt. Zu kümmern scheint das niemanden mehr – Funkstille seit 10.11.2014 – mal wieder. Der Arzt im Bundeswehrkrankenhaus sicherte Abschluss des Gutachtens bis 23.11. zu. Erschwerend kommt hinzu, dass wieder einmal Umstrukturierungsmaßnahmen stattfinden, für die offenbar die Akten von sämtlichen Landesämtern in Düsseldorf zentralisiert werden. Folgen für Antragssteller: für die Bürokraten offenbar nicht relevant.

Mir widerstrebt es, diesem offenbar chronisch organisations-unfähigen System irgendein Vertrauen entgegen zu bringen. Ich werde in Antragsformalitäten bei Stiftungen gezwungen, die dazu führen, dass Stress- und Sorgen wachsen, statt einen positiven Verlauf der Coaching- und Therapiemaßnahmen zu stützen.

Moralisch entlastet – doch wie entlastet wirklich?

Ich bin froh, im vergangenen Jahr die Lügen der Meldekette “Einsatz – Verteidigungsministerium – Parlament” enttarnt zu haben. Auch, wenn noch nicht klar ist, an welcher Stelle da Verantwortung wegbefohlen und durch oportunisitische Lügenmeldungen ersetzt wurde: den Leugnern und Ignoraten die mich in den Monaten seit Mai 2013 als die kleine Anfrage zum Thema online ging immer wieder attackieren, kann ich nun zeigen, was so unvorstellbar schein. Lest es – ignoriert es – leugnet weiter eure Verantwortung.

Vertrauen verlangt!

Doch vom gleichen Organisationsbereich (umgangssprachlich: “Laden”) hängt die Bearbeitung meiner Wehrdienstbeschädigung ab. Unterschiedliche Hilfsstellen mit klangvollem Namen, wie “PTBS-Beauftragter” oder “Lotsen” sollen im Verfahren helfen. Doch was können die tun, wenn eine Verwaltung nicht mal einen Ablauf für das Verfahren als schematische Darstellung präsentieren und Minstestbearbeitungszeiten aufzeigen kann.

Keine Forderungen aufzustellen , heißt für das System auch, keine Verbindlichkeiten einzugehen, die es selbst erfüllen muss. Ob sich 14 oder 18 oder 24 Monate zeit gelassen wird, spielt für die Beamten im Apparat keine Rolle – das draußen die Gesundheit einzelner Menschen und ganzer Familien leidet, kümmert nicht. Zu sehr beschäftig ist man damit, eine halbe Milliarde an Drohnenprogramm zu verpulvern, statt sich um die Aufarbeitung der Schädigungen der eigenen Mitarbeiter zu kümmern.

Als Feuerwehr sollen PTBS-Beauftragter und Lotsen agieren – doch mehr als hinter den verschlungen, überfordertern und nachlässig organisierten Wegen herzuforschen können auch die nicht.

Als Betroffener soll ich Vollmachten einräumen. Für Wege, die nichteinmal sagen, warum heute “ein Tag Begutachtung” ausreicht – morgen aber plötzlich fünf Tage notwendig sind – und ein Schreiben an den Wehrbeauftragten später wieder nur ein Tag.

Wer es offen anspricht wird auch 2014 mundtot gemacht. Beiträge teilen auf Seiten des Deutschen Bundeswehr Verbandes, dem es angeblich um seine Mitglieder geht? Ich wurde nach der Afghanistan-Connection-Berichterstattung für Kommentare auf den Verbandsseiten bei Facebook gesperrt. Bloß keine Links teilen, die andere Soldaten nachdenklich machen könnten.

Ist das die Freiheit (in der Meinungsäußerung) die ich am Hindukush verteidigen sollte? Oder ging es nur darum den Boden für einen Vorsitzenden des Bundeswehrverbandes zu bereiten, der sich mit peinlichen Selbstlobtexten in der Verbandszeitschrift an die Spitze des Verandes argumentierte und im getreuen Geheul mit der Ministerin mindestens monatlich im ZDF absülzt?

Worte zur Versorgungssituation erwarten Veteranen vom Bundeswehrverband vergebens. Im TV geht es nur darum zu bekräftigen, wie dringend doch Drohnen notwendig sind. Kritische Veteranen wurden über die letzen Jahre auf Podien und in Der Kommunikation durch Kriegsbefürworter ausgetauscht. Podien anlässlich “Operation Heimkehr” werden mit ehemaligen Presseoffizieren besetzt, die Werbung für das Ansehen des Soldatenberufs machen und einem Wehrbeauftragten durchgehen lassen, dass er postulieren kann, es habe sich viel in der Veteranenversorgung verbessert.

Wer über Gefechte schwafelt wird hofiert – wer Versäumnisse des Systems aufzeigt muss darauf hoffen, dass einzelne Stiftungen abfedern, was an realen Problemen existiert.

Realität nicht erwünscht. Versäumnisse beim Namen zu nennen? Noch viel weniger.

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Test

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Frohe Weihnachten

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Mein Sozialversicherungspflichtiger Job endet zum 31.12.2014. Die
Probezeit wird nicht zum festen Arbeitsverhältnis. Oh Wunder – ich war nicht in der Lage 2 Jobs, Therapie, Coaching, Bachelorarbeit und Vater sein unter einen Hut zu bringen

Ergo bin ich nun am 01.01.2015 an dem Stand, der mir schon am 01.09.2014 drohte. Über den Stand des Wehrdienstbeschädigungsverfahrens habe ich keine Unterlagen – laut den Äußerungen des Arztes in Hamburg sieht er das einsatzbedingt bei der Erkrankung als gesichert an.

Ich habe ab dem 1.1.kein Geld für Therapie & Coaching ab diesem Termin, da ich dann 275 Euro für die private Krankenversicherung aufbringen muss.

Ich erwirtschafte auch mit dem Studienkredit nicht genug Geld, um
Unterhalt zahlen zu können – ergo kann mich das Amt zwingen auch das Studium abzubrechen.

Update: 01.12.2014 22:36 Uhr
… und dann noch von Pharmakonzernen mitgelesen werden, sobald ein Artikel online geht … ^^
Merck

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Freie Meinungsäußerung? Offenbar nicht erwünscht.

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Gerade mal für ein paar Minuten im Recruitment-Center der Bundeswehr an der Friedrichstraße vorbei geschaut. Nach Infomaterial zu Berufserkrankungen, wie PTBS gefragt.

Aussage: “Das gibt es, wenn die Leute beim individuellen Gespräch beim Karrierecenter danach fragen.” Aha – und wenn nicht? Aktuelle WDB-Fälle, wie Robert Sedlatzek Müller werden als Einzelfälle dargestellt, bei denen es halt nicht so toll funktioniert habe. Schuld an den Problemen nach der Dienstzeit sei generell so wie so die Gesellschaft und das Parlamentarierer falsch informiert werden würden, ja , das sei halt so bzw. würde nicht weiter wundern.

Kritische Staatsbürger in Uniform sehen für mich anders aus.

Kritik unerwünscht

Als ich mit diesem Erlebnis nun in die Facebook-Diskussion einsteigen wollte, stellte ich fest, dass ich auf den Seiten des Deutschen Bundeswehrverbandes keine Kommentare mehr abgeben kann. Ebenfalls ist es nicht möglich, Inhalte zu posten. Sagt viel aus über die Institution und ist mir eine weitere Meldung an den Wehrbeauftragten wert. Vor den Äußerungen eines Staatsbürgers, der einmal Uniform getragen hat, ist dem Verband offenbar bange …

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Wasserstandsmeldung

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Was helfen würde:
1 Jahr voll auf mein Thema & die Bachelorarbeit konzentrieren können.

Was gerade nicht hilft:
Job 1 & Job 2 haben nichts mit meinem Thema zu tun – Therapie und Coaching fressen viel zusätzliche Zeit. Das stellen von Hilfsanträgen DRÄNGT in zweierlei Hinsicht. In erster Linie wäre der Papierkram zu bearbeiten – in zweiter Linie führt das wieder zur Auseinandersetzung auf einer Ebene mit dem Einsatzthema, die mir nicht gut tut und mich nicht weiter bringt. Es wirkt derzeit auf mich so, dass durch diese Abhängigkeit das Problem konserviert und zementiert wird.

Auf der Strecke bleibt:
Viel zu viel.

Jammern hilft nicht – wegschauen aber auch nicht!

Das Totschweigen von Belastungen allerdings auch nicht. Ende November jährt sich zum zweiten Mal die Veröffentlichung der Afghanistanpapiere der WAZ. Für mich bemerkenswert, denn ab diesem Zeitpunkt konnte ich die Aufarbeitung meiner Einsatzerlebnisse nicht weiter vor mir her schieben.

Die Auswirkungen hatten in den Jahren davor bereits dazu beigetragen, das meine Ehe zerbrach und ich im Studium immer mehr Probleme im Umgang mit Professoren und Kommilitonen bekommen habe. Ich bereue nicht, dass ich dem Impuls gefolgt bin und angefangen habe, aufzuarbeiten. Die sinnentstellenden und realitätsfernen Meldungen, die offenbar Grundlage dafür sind, dass Lageentwicklungen in Einsätzen von der Politik falsch eingeschätzt werden, sind nun offenkundig und zumindest in meinem Fall belegt.

Zahlreiche Rückmeldungen anderer Soldaten bestätigen mir, dass diese Wahrnehmung nicht nur meine persönliche Wahrnehmung ist. Im Gutachtergespräch am vergangenen Montag wurde mir erstmals bewusst, welche Zersetzung Ende des letzten Jahres betrieben wurde:

1. Drohungen

Anlässlich meines Protests gegen Überwachung tauchten in meinem Netzwerk auf Facebook – damals Hauptkanal für mich – immer wieder Gewaltandrohungen auf. Subtil bis offenkundig – zeitweise direkt, zeitweise durch Dritte an mich heran getragen. Gewaltvideos, in denen Personen in den Kopf geschossen wird – verknüpft mit Äußerungen zu meiner Person. Erkennbar für jeden, der wusste, dass ich angesprochen werden sollte – in der Sprachwahl so geschickt formuliert, dass die Äußerungen nicht justiziabel sind. Der Absender: Reservist.

2. Diffamierungen

Bis in den Februar hinein wurden meine Themen von mindestens einem hochrangigen Soldaten im aktiven Dienst begleitet, der nach eigenem Bekunden viel Zeit seines Urlaubs, aber keinesfalls Dienstzeit aufwendete, um sich – natürlich – aus rein persönlichem Interesse an den Diskussionen rund um die Themen zu beteiligen, die ich aufgeworfen habe.

Je tiefer ich recherchiere, desto öfter stelle ich fest, dass der Mann auf anderen auffällt, die an ähnlichen Themen arbeiten, wie ich damals. Der Absender: aktiver Soldat.

3. Zersetzung

Das oft erwähnte “Adlongespräch” war einer der letzten Punkte, die mich dazu bewegten, das Bundeswehrkrankenhaus Berlin nicht mehr aufzusuchen. Aufforderungen, die publizistischen und journalistischen Tätigkeiten einzustellen waren direkt und einschüchternd. Auch in diesem Bereich nicht justiziabel, aber eindeutig im Grad der Bedrohung. Meine Onlineaktivitäten würden gesammelt, ausgewertet und gegebenen Falles durch Dinge ergänzt “die man hinzuerfinden kann”. Der Absender: Reservist im aktiven Beamtendienst in einem Bundesministerium.

4. Verunsicherung

Obwohl ich die Auswirkungen mit meiner damaligen Therapeutin besprach, sah sie mich auf einem guten Weg in der Therapie. Maß sie dem ganzen zu wenig Bedeutung bei? Konnte sie unterschätzen, was ein Themenverbot aus meiner damaligen Redaktion mit mir macht oder war ich schlichtweg schon so sehr in der Verteidigungshaltung? Emotionale Abkapselung, um dem externen Druck standzuhalten – das kannte ich bereits aus Einsatzzeiten.

Prioritäten setzen

Die soziale Isolation, in der ich in den Jahren zwischen 2008 und 2013 überwiegend gelebt habe konnte ich in den letzten Monaten aufbrechen. Berlin machte mir Verbesserungen in diesem Bereich sehr leicht – eine Provinzstadt mit überwiegend konservativer Ausrichtung hätte mich wohl über Jahre nicht voran gebracht. Das Engagement, das ich nun in zahlreichen Bereichen an den Tag bringt mich in der Aufarbeitung deutlich voran.

Irritationen einzelner Akteure, die in mindestens zwei meiner Kreise in den letzten Wochen aufgetreten sind wirken sich dennoch nicht negativ aus. Subtile, aber spürbare Aggitation finden statt. Doch mein Umfeld reagiert mit offenem Hinterfragen dieser Impulse, statt sich von mir zurückzuziehen, wie ich das im Social Media Kontext erleben musste.

Erfolge

Erstmals seit Jahren war mir ein Urlaub möglich, in dem ich im überwiegenden Teil der Zeit erholen konnte und das auch spürte. Schottland stand lange auf der Wunschliste und brachte eine spürbare Entlastung.

Seit vergangener Woche geht es auch mit dem Abschluss der Bachelorarbeit voran. Die klare Ausrichtung in der letzten Coaching-Sitzung half mir bei dem Gespräch mit Professor am vergangene Freitag. Die anschließende 31-Stunden-London-Reise zur Open Rights Conference brachte mich in Bezug auf die Bachelorarbeit ebenfalls voran.

Ausblick mittelfristig

Nur ein Kurs ist noch abzuschießen. Die Zeitplanung für die Kursleistung steht und im Rahmen der Bearbeitung werde ich hoffentlich das Selbstvertrauen generieren, was für die Bachelorarbeit notwendig ist.

Derzeit rät mir mein Professor während der sechswöchigen Bearbeitungszeit, die zeitlich im März / April 2015 liegen muss, komplett auf das Thema zu fixieren. Sinnvoll, was die Bachelorarbeit angeht – ob ich jedoch danach noch beide Jobs haben werde, wage ich zu bezweifeln. Am Ende wäre ich jedoch ein HARTZ4-Empfänger MIT Bachelorabschluss.

Auf Therapie und Coaching zu verzichten ist in diesem Zeitraum ebenfalls nicht möglich und da am Ende der Bachelorarbeit die Exmatrikulation (mit Abschluss) steht, müsste ich parallel noch Zeit für Bewerbungen aufwenden, um nicht aufgrund der Unterhaltsverpflichtungen von Ämtern direkt im Anschluss in eine Arbeitsätigkeit gezwungen zu werden, die nichts mit meinem Berufsabschluss zu tun hat. Rechtlich wäre das zulässig.

Ausblick langfristig

Die ursprüngliche Ausbildungshöhe “Masterabschluss” wurde durch die Turbulenzen der letzten Jahre mittlerweile unerreichbar. Weiter studieren geht nur unter der Prämisse der regelmäßigen Unterhaltszahlung. Ergo müsste ich 80 bis 100 Stunden pro Woche arbeiten. Mich über zwei – realistisch sind eher drei – Jahre mit dem Studienkredit zu belasten ist nicht sinnvoll.

Ausblick Woche

Job 1 leidet, während ich den Artikel schreibe – doch ohne die Ordnung, die ich mit diesem Artikel in die Herausforderungen bringe, ist kein Start in die Woche möglich. Die Termine sind realistisch und strukturiert gesetzt – auch während des Coachings erfahre ich Bestätigung, dass ich in diesem Bereich keine Defizite habe.

Fazit:

Eine gute Basis,um ab Freitag dann mal wieder etwas zu sein, das ich seit Mai kaum war: Vater.

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Wieder einmal Danke sagen & die nächsten Wochen ordnen

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Heute ging die Unterstützungszahlung auf meinem Konto ein. Das Bundeswehr-Sozialwerk hat eine weitere Zahlung für Dezember 2014 zugesagt. Die Unterstützung wurde notwendig, weil ich derzeit immernoch weitgehend untherapiert auf den Abschluss des Wehrdienstbeschädigungsverfahrens warte.

Überweisungs-Gutschrift
Bundeswehr-Sozialwerk e.V
Zuschus aus der Aktion Sorg
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Neben der Notwendigkeit, das Studium abzuschließen – wobei mir jeglicher autoritärer Eingriff in meine Arbeit immer noch große Probleme bereitet – arbeite ich in zwei Jobs und schaffe es mit der Unterstützungsleistung auf ein angemessenes Einkommen, dass die Zahlung von Unterhalt zulässt.

Seit Anfang Oktober 2014 wende ich Zeit (& Geld) für ein Coaching auf, das mich durch die Phase der Bachelorarbeit begleiten soll. Gleichzeitig startete ich eine Traumatherapie, mit deren Hilfe die körperlichen Auswirkungen der stressbedingten Erkrankung abgebaut werden sollen.

Da es derzeit kein Verfahren gibt, dass Ex-Soldaten, die in der Verwaltungsmühle hängen, werde ich weitere Anträge stellen müssen.

Verwaltungsmühle Wehrdienstbeschädigung

Länder und Bund rangelten seit Jahren um die Zuständigkeiten in der Veteranenversorgung. Waren nach altem Recht noch die Landesämter zuständig, wechselt derzeit die Verantwortlichkeit auf die Bundesebene. Nötig wurde dieser Schritt, wie mir eine sachkundige Quelle kürzlich schilderte, weil es gravierende Unterschiede in der Anerkennung von Schädigungshöhe zwischen den einzelnen Bundesländern gab.

Noch im September – Monat 17 der Bearbeitung meiner Wehrdienstbeschädigung – äußerte der PTBS-Beauftragte General von Heimendahl im persönlichen Gespräch: “Es hätte nicht passieren dürfen, dass ihre Übergangsgebührnisse auslaufen, bevor das Wehrdienstbeschädigungsverfahren abgeschlossen ist.”

Aktive Soldaten dürfen mit einem laufenden Verfahren nicht entlassen werden – Übergangsgebührnisempfänger mit identischem Verfahrensstand haben diesen Entlassungsschutz nicht und über den Versorgungsstand von Ex-Soldaten, die bereits vollends im Zivilleben angekommen waren, lässt sich nur mutmaßen.

Genesungsstand

Nachdem meine Therapeutin, die ich eigens wegen der Behandlungsmethode EMDR gewählt hatte offenbar voll darauf versteifte, ich sei wegen einer “anankastischen Persönlichkeitsstruktur” (a.k.a. besserwisserisches Ar…lo..) in Behandlung brach ich die Gesprächstherapie im Mai ab.

Interessant – in dem Onlineverzeichnis, in dem ich auf sie aufmerksam wurde führt sie diese Qualifikation, auf ihrer eigenen Homepage jedoch nicht. Ebenso existiert auch kein Eintrag im EMDRIA. Vorsicht also mit Online-Verzeichnissen – ich habe es leider zu spät bemerkt.

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In den letzten 14 Monaten nach Ende der stationären Therapie im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin hatte ich hauptsächlich damit zu tun, die Auswirkungen der Depression im Alltag zu begreifen und in den Griff zu bekommen. Der Therapieabbruch im Mai, sowie die Probleme eine bezahlbare Krankenversicherung zu bekommen, die mich von Juli bis September unter großen Druck setzten, haben mich viel Kraft gekostet.

Erholung

Es dauerte bis zum 6. Oktober, bis erste Entlastungseffekt spürbar wurden und die Zusagen aus dem Büro des PTBS-Beauftragten sich bewahrheiteten. Ob es der sinkende Stresslevel, die fortschreitende Traumatherapie (TRE – Trauma Release Exercise) oder schlichtweg ein Virus waren – rund 14 Tage verbrachte ich im Oktober mit einer deutlich spürbaren Erkältung. So schwach habe ich mich körperlich seit mehr als 3 Jahren nicht mehr gefühlt. 14 bis 16 Stunden Schlaf pro Tag waren möglich.

Überraschend konnte der Studienkredit der KfW-Bank reaktiviert werden und wurde rückwirkend für ein Semester ausgezahlt. Ich entschied mich darauf hin, das Geschenk als solches auch für mich zu nutzen und flog für eine Woche in den Urlaub nach Schottland. Meine erste längerer Reise nach der Rom-Reise, die ich mit dem Rucksack im April 2011 machte.

Notwendig. Auch hier bemerke ich, dass ich deutlich länger und besser schlafe – eine Auswirkung, die seit Beginn der Traumatherapie sehr deutlich spürbar ist

Edinburgh

Kommende Stressoren

In der nächsten Woche steht zu Wochenbeginn die Untersuchung im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg an. Länger, als einen Tag ambulant lasse ich nicht zu. Das hat mehrere Gründe.

Zunächst muss ich den Arbeitsverpflichtungen in Berlin regelmäßig nachkommmen. Daran ändern auch Zahlungen aus Hilfsfonds und Stiftungen nichts, denn diese waren nur für September 2014 bis Dezember 2014 gesichert.

Gravierender aber ist, dass das herumrühren in Krankheitssyptomatiken mittlerweile nicht mehr zu dem Weg passt, auf dem ich mich befinde. Ich arbeite aktiv an der Genesung, soll aber – so verlangt es der Verwaltungsweg – nun begutachtet werden, was mehr der Diagnose und dem herumrühren in Krankheitssyptomatiken ähnelt als dem herausarbeiten aus der Krankheit. Die Verwaltungsformalien sind vor allem eines: kontraproduktiv.

Ende der kommenden Woche steht dann ein Gespräch mit meinem Studiengangsleiter an, wie der Abschluss des Studiums und die Bachelorarbeit vonstatten gehen kann.

Bachelorarbeit, Vollzeit-arbeiten-müssen, zeitgleich in Traumatherapie und massig lästiger Schriftverkehr mit Ämtern und möglichen Hilfe-Stellen – das Programm der nächsten Wochen…

Erzählt mir also nichts von lauem Lenz oder dass ein Urlaub ja wohl eine Frechheit sei …

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Trauma und ein Blatt Papier

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Im Therapiegespräch gestern redeten wir kurz darüber, wie und ob Entlastungen aus der Therapie spürbar werden. Dabei reflektierte ich die Entlastungen, die sich in den letzen Wochen ergeben haben. Die finanziellen Hilfen, die in den letzten Wochen zugesagt wurden wirken sich nun auch endlich positiv aus.

Warum erst jetzt?

Hilfszusagen zu erhalten ist nur ein Aspekt. Ob sich diese real auswirken und vor allen Dingen wann, kann ich erst in dem Moment beurteilen, wenn sie mich erreichen.

Neben der Zusage bis zum Jahresende monatlich 1200 Euro an Grundeinkommen zu ermöglichen wurde auch angekündigt, die Kosten für Therapie und Coaching zu übernehmen. Eigentlich ja Anlass zur Freude und ein Grund, die Arbeit in anderen Jobs zu reduzieren?

Zunächst:

Auch gegenüber meinen beiden anderen Arbeitgebern darf ich nicht unzuverlässig werden, denn was ab Januar 2015 an Möglichkeiten zur Verfügung steht, kann ich nicht abschätzen. Bis die Hilfszusagen für September und Oktober verfügbar waren, dauerte es bis zum 08.10.2014 und der Arbeitsplan war bereits bis zum 19.10.2014 verabredet.

Am 13.10.2014 erreichte mich die Hilfszusage für November und Dezember 2014. Die Arbeitsplanzusagen waren dann bereits bis zum 26.10.2014 getroffen. Es ist also nicht der pessimistische Blick, der mit Depressionen einhergeht, der dazu führt dass sich die Entlastungen erst langsam auswirken.

Es ist so kompliziert, wie mit einem Blatt Papier: es dauert nur Sekunden, um die glatte Oberfläche so sehr zu zerknüllen, dass es danach eine vielfach längere Zeit braucht, um das Blatt wieder zu glätten. Und ohne Spuren geht auch das nicht vonstatten.

Spuren der letzten Jahre

Mit dem Einzug der Schweigepflichtentbindungen wird die Arbeit für alle Beteiligten nicht einfacher. Der Anlass zur Skepsis gegenüber all den Strukturen, die nun scheinbar Hilfe anbieten, ist in den letzten 18 Monaten seit der Diagnose stetig gewachsen.

Zu meinem Blickwinkel:

1. Ich habe eine offenkundig als Menschenrechtsverletzung einstufbare
Begebenheit kritisiert, die das Ministerium schlichtweg ignorieren WILL.

(Ich hatte jahrelang auf rechtmäßiges, ethisch einwandfreies Handeln der Bundeswehr vertraut)

2. Ich habe seltsame Falschinformationen zum Therapieverlauf im
Bundeswehrkrankenhaus Berlin erhalten, die mich zunächst davon abhielten, mich dort behandeln zu lassen.

(Ich vertraute darauf, dort eine unabhängige und hilfe-orientierte Behandlung
zu erhalten).

3. Ich wurde durch Inhaber von Truppenausweis & Dienstposten in
einem Bundesministerium unter Druck gesetzt – bedroht trifft es exakt.

(dem Typen hab ich allerdings von Anfang an nicht vertraut)

4. Ein Major / Oberstleutnant im Generalstab hat Stunde & Tage
aufgewendet, mich bei Facebook gegenüber meiner Leserschaft zu diskreditieren, als krank darzustellen und mich in der Wahrnehmung anderer als Links-Extremist zu “brandmarken”.

(auch diesem scheinbaren Zufallskontakt konnte ich nicht vertrauen)

5. Wenige Wochen vor den Snowden-Enthüllungen gibt mir ein Zufallskontakt aus Leserkreisen bei Facebook in einem nur wenige Postings andauernden Austausch den Hinweis „… hier wird alles überprüft du sicher genau so … bleib mutig.“

6.
Innerhalb (m)einer Redaktion erhielt ich ein Themenverbot, das durch
NICHTS begründet ist.

(Hier starb jegliche Illusion, die ich mir über eine unabhängige Presse
machen konnte / jemals gemacht habe).

All das waren Begebenheiten, die Vertrauen zerstört haben. Manche davon kann ich als Methode klassifizieren, die als Social Engineering bekannt ist. Andere wiederum lassen sich nur schwer erklären.
Insbesondere, wenn es um das Verhalten von Autoritäten geht, wird es lange dauern, bis in diesem Bereich die Knicke und Falten wieder geglättet sind. Mancher Riss dürfte wohl auch nicht mehr zu beheben sein.

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Wenn es mal wieder seltsam wird (2) … Entzug der Schweigepflichtentbindungen

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Offenbar gibt es Präferenzen, bei wem ich in Hamburg am 10.11.2014 den Termin zwecks der WDB-Begutachtung aufschlagen soll. Ein Einwirken auf Termine, behandelnde Ärzte – insbesondere in Begleitung von” Nicht-per-Schweigepflicht-Entbindung autorisierter Dritter Personen” verbitte ich mir an dieser Stelle ausdrücklich.

Mit Wirkung vom 22.10.2014, 17:35 Uhr, entziehe ich sämtliche erteilten Schweigepflichtentbindungen in diesem Fall. Dies betrifft sowohl das Büro des PTBS-Beauftragen, als auch den / die Fallmanager-In. Gegenüber des ehemals beauftragten Anwaltes dürfte die Schweigepflichtentbindung mit seiner damaligen Niederlegung des Mandats erloschen sein.

Auskünfte, die nach diesem Termin zum Fortgang des Verfahrens, gesundheitlichen und jeglichen anderen Aspekten erteilt werden, werde ich entsprechend rechtlich ahnden lassen.

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