Jahresbilanz – 100ster Beitrag

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Am 15.04.2013 begann ich mit der öffentlichen Aufarbeitung der Diagnose vom 03.04.2013.

Seither enstanden:

100 Beiträge
10 Blogseiten – 4 davon mit Einsatzchronologien
290 Kommentare & Backlinks
unzählige Likes, google+ und Retweets

Ich lebte mehrere Monate in der Angst, ohne Studienabschluss auf HARTZ4 Niveau abzurutschen – die wesentliche Information darüber, dass die Bundeswehr auf Antrag die Förderzeit verlängern muss erreichte mich nur wegen diesem Blog.

Ich hatte Termine für 3 stationäre Therapien im Bundeswehrkrankenhaus – 2 davon kamen wegen mangelndem Informationsfluss nicht zustande.

Ich sprach mit vielen Journalisten über meine Einsätze, die Gründe für die Traumatisierung.

Ich sprach darüber, was ich an der öffentlichen Darstellung der Berufskrankheit , mit der ich und unzählige andere Menschen zu kämpfen haben vermisse und versuchte, die Lücke durch diesen Blog zumindest ein wenig zu schließen.

Ich sprach nicht darüber, welche Folgen diese Erkrankung für meine Familie hatte – und für unzählige andere Familien hat.

Ich schrieb mehrere Beschwerden an den Wehrbeauftragten zum Verwaltungsumgang, eine Beschwerde über eine Reaktion eines meiner Ex-Chefs.

Ich hielt die Kommentare der “Klag-Nicht-Kämpf”-Fraktion aus.

Ich schloß die stationäre Therapie ab und verstand das Krankheitsbild “Depression”.

Ich startete die Gesprächtherapie.

Ich protestierte 100 Tage lang vor der US-Botschaft und vor der Britischen Botschaft. Vordergründig für den Frieden und gegen Überwachung. In Wahrheit aber auch, um mir einen Tagesablauf zu geben, der mangels Leistungsfähigkeit (nach gängigen Berufsmaßstäben) sonst so nicht stattgefunden hätte.

Ich hielt die unverschämten Drohungen eines “Bundesbediensteten mit Truppenausweis” aus – das solch ein Verhalten in diesem Staat praktikabel ist, widert mich heute noch an.

Ich startete die Aufarbeitung eines belastenden, fragwürdigen und teilweise traumatisierenden Einsatzerlebnisses. Zwei Bundestagsfraktionen waren nicht bereit oder widerwillig, die dafür notwendigen Fragen als kleine Anfrage zu stellen.

Dafür wurde ich aus Kreisen von aktiven Soldaten und / oder deren Unterstützern als Linker “diffamiert” – als “linksradikal” dargestellt oder schlicht als “krank” gebrandmarkt.

Ich wurde – mehr oder weniger offen durch einen vermutlich ebenfalls traumatisierten Reservisten in sozialen Netzwerken bedroht.

Ich verlor meinen Redaktionsjob – die Aussage “Du bist befangen” ohne einen Grund zu hören, der erkennen ließe, dass das angebotene Recherchematerial auch nur annähernd nachvollzogen worden wäre, sagt viel aus. Mehr über den Absender, als den Empfänger.

Ich hatte Gespräche mit dem Deutschen Bundeswehrverband und mit einem Redakteur des Reservistenverbandes. Alle sehr interessiert an dem, was ich da kommuniziere und voll der Unterstützungsbekundungen …

Ich begann mich für Whistleblower zu engagieren – wann immer es möglich ist.

Ich führte zahlreiche Gespräche mit ebenfalls betroffenen Soldaten und Angehörigen – viele von ihnen ohne Kraft, den notwendigen öffentlichen Druck aufzubauen.

Ich fand Menschen, die mich und mein Engagement akzeptierten.

Es gab Menschen, die das nicht konnten.

Ich fand Menschen, die ebenfalls bereit sind, die Fragen zu stellen, die nach dem Einsatz in Afghanistan noch überfälliger sind, als sie das nach dem verdeckten IRAK-Einsatz (Kuwait-ABC-Panzer), dem Kosovoeinsatz und vielen anderen Ungereimtheiten in Bezug auf Bundeswehr- und NATO-Einsätze schon waren.

Ich erhielt Unterstützung durch die Härtefallstiftung.

Ich wurde Mitglied im Darmstädter Signal.


Was fehlt:

Was fehlt ist eine Antwort auf die Mechanismen, mit denen das Parlament über die Einsätze unzureichend, gar nicht oder falsch informiert werden.

Was fehlt ist eine Diskussion über die Antwort auf die kleine Anfrage – Gregor Gysi unterstützt meine Arbeit an der Freigabe und ordnet ein, warum die Bundeswehr kein Interesse daran hat.

Was fehlt ist ein vernünftiger Umgang mit all jenen, die unter dem Stress der Auslandseinsätze und dem anschließenden Übergang ins Zivilleben zusammenbrechen. Die Ministerin redet von 4 Monaten Einsatz – 20 Monaten Inlandsdienst als Standard für die Truppe. Müsste das Ministerium das auf die Jahre des Afghanistaneinsatze herunter brechen und für die gesamte Einsatzdauer für !jeden! Soldaten nachträglich belegen, hätten wir eine Idee davon, wieviele Soldaten be- und überlastet wurden. Würden sich Offizieranwärter in der Taktikausbildung so mit ihren Resourcen ( Panzer, Wehrmaterial etc.) verhalten, wie es in den letzten Jahren mit dem Personal stattgefunden hat, wären die Jahrgänge nur noch halb so groß.

Was fehlt ist weiterhin eine Perspektive und die Möglichkeit, mit einem angemessenen Bildungsstand (Studium mit Abschluss auf Masterebene) in das Zivilleben über zu gehen. Bundeswehr Minus Karriere heißt es in einem Werbe”spott” – als Beispiel bin ich nicht zu leugnen. Wer sich in der “Armee im Einsatz” oder der “Einsatzarmee” auf Einsätze einlässt, der ist spätestens bei der Entlassung gegenüber denen im Nachteil , die ihren Übergang ins Zivilleben sorgsam vorbereiten. Mit den Folgeerkrankungen kämpfen dann Familie und des Ex-Soldat selbst.

Was fehlt ist eine Antwort auf die kleine Anfrage an mich – seitens der Bundeswehrführung ist dort offenbar niemand zuständig.

Was fehlt ist eine Antwort des Wehrbeauftragten zu der offenkundigen Desinformationspolitik, die mit dem Mittel der Unterrichtung des Parlaments betrieben wird.

Was fehlt ist die Aufhebung der peinlichen Urheberrechtsklage des Verteidigunsministeriums gegen ein Medium – respektive die Redakteure, die es verantworten – das den Arsch in der Hose hatte abseits der Leitmedien Fragen zu stellen, vor denen gerade Deutschland nie wieder hätte stehen dürfen.

Was fehlt ist eine Antwort der Verteidigungsministerin, wie sie den irreführenden, unvollständigen und manipulativen Informationswegen begegnen will, die die Bundeswehr offenbar als ausreichend ansieht.

Was fehlt ist eine parlamentarische Debatte darüber, wie viel die Bundeswehr eigentlich leisten kann.

Was fehlt ist eine parlamentarische Debatte darüber, wer die Einsatzpraxis der letzten Jahre vor Ort hat entstehen lassen.

Was mir fehlt ist Zeit für die Aufarbeitung.

Reflektion

In den letzten Tagen las ich das Buch des letzten Deserteurs der Wehrmacht “Niemals gegen das Gewissen”. Ich habe nicht annähernd den gleichen Horror erlebt, wie Ludwig Baumann. Was uns aber verbindet ist, das uns trotz Jahren der Armeezugehörigkeit kein absolutes System diktieren kann, was unser Gewissen uns verbietet.
Ich landete bei der Bundeswehr, weil ich auf die Frage der Kriegsdienstverweigerungskommission, ob ich mir vorstellen könnte in gewissen Situation mein Leben über das eines anderen zu stellen.
(Anmerkung: der Beitrag ist weitestgehend unredigiert und entstand in Nachtarbeit. Die missverständliche Ausdrucksweise bitte ich zu entschuldigen – sie führte bereits zu der Diskussion hier am Beitrag. Ich korrigiere, wie folgt:)
1998 gab es noch die Wehrpflicht. Gewissengründe vorzuschieben, um dem als unbequem und schikanös geltenden Dienst bei Bundeswehr zu entkommen kam für mich nicht in Frage. Auch die Gewissensfrage, ob ich bereit wäre einen Menschen zu töten hätte ich nicht mit “Nein” beantworten können. Im Rahmen von Selbstverteidigung oder zum Schutz anderer hätte ich mir vorstellen können, eine Waffe zu benutzen.
Ehrlich, wie ich bin konnte ich es damals nicht ausschließen – ob ich es heute tun würde frage ich mich immer mehr.

Baumann schreibt im Epilog des Buches:

“Die Mächtigen der Welt fürchten uns Deserteure, Abweichler, weil wir ihre Absichten durchkreuzen. Ich möchte die jungen Leute aufrufen, sich zu verweigern, wenn sie spüren, dass es einer schlechten Sache dient. Auch im zivilen und im Wirtschaftsleben kann man um seine Würde kämpfen, Courage zeigen, widerständig sein.”

Noch bevor das Buch Anfang des Monats erschien hatte ich die zweite wesentliche Gemeinsam mit Baumann in Therapien, Journalistengesprächen und auch in sozialen Netzwerken benannt. Baumann sagt, es sei ihm immer um die Würde gegangen, die er sich erhalten wollte. Ich beschrieb mein oberstes Ziel, das gerade auch dafür sorgt, das ich mich um die eigenlich drängende Bachelorarbeit nicht wirklich kümmern kann, immer so: “Das wichtigste ist im Moment, dass ich wieder in den Spiegel schauen kann!”

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Therapiereport – 11.04.2014 – Wasserstandsmeldung: bis zum Hals

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Bisher habe ich wenig darüber gebloggt, was sich in meiner Gesprächstherapie tut. Die Sitzung heute hat mich sehr irritiert und stellt vieles in Frage. Auch, wie die Thearpie weiter gehen soll.

Ich habe erläutert, dass das wesentliche, bestimmende Thema noch immer ist, dass ich mich Vorgesetztensituationen entziehe, um den Einfluss auf mich gar nicht erst möglich zu machen. Im Rahmen der fälligen Bachelorarbeit steht aber genau so eine Situation an. Auch bei Bewerbungsgesprächen fällt es mir schwer eine Instanz zu akzeptieren, die über mein Leben befindet.

Alles in mir schreit danach zu vermeiden, dass die dummen und fahrlässign Fehlentscheidungen einer vorgesetzten Person erneut zu der Lebensgefahr führen, die ich gerade versuche irgendwie zu verdauen.

Dazu kommt, dass ich derzeit auch nicht unbelastet die Arbeit aufnehmen kann. Die Drohungen des “Bundesbediensteten” hallen weiterhin nach. Für die Bachelorarbeit habe ich nur noch den einen Versuch und muss diese Arbeit unbedingt binnen sechs Wochen abschließen.

Das Thema, was ich mir dafür setzen muss ist nicht das, was ich eigentlich im Rahmen meiner friedensaktivistischen Tätigkeit und der Aufarbeitung meiner Erlebnisse bearbeiten will. Gleichzeitig verbietet es sich, den Aktivisimus und meine Arbeit hier in Berlin zum Thema zu machen. Da gelte ich als “Befangen” und ich kann es vor allem nicht in den limitierten Raum einer Bachelorarbeit packen.

Gleichzeitig blende ich gerade viele Themenfelder aus, denen ich eigentlich auch Aufmerksamkeit widmen müsste. Gleichmäßig, koordiniert, planerisch – das, was schlichtweg erforderlich ist, ist gerade nicht zu bewerkstelligen.

Immer wieder lähmt mich das so sehr, dass ich nahezu handlungsunfähig werde. Währenddessen ziehen es die Verteidigungsministerin sowie der Wehrbeauftragte vor zu schweigen und das Thema “Umgang mit Gefangen und Falschinformation des Parlaments” weiterhin zu ignorieren.

Gesund ist das alles nicht, was ich hier tue …

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Danke fürs Gespräch…

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Am 10.04.2014 folgte ich der Einladung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) und erschien in Begleitung eines Vertreters der evangelischen Militärseelsorge zum Gespäch in der Abteilung „Beauftragter für Posttraumatische Belastungsstörungen und Einsatzgeschädigte“ (BfPBuE).

Die Einladung war eine Reaktion auf meinen
offenen Brief vom 19.02.2014. Leider blieb die Kernfrage in dem Brief nach dem Umgang mit den gefangen genommenen Angreifern und der fragwürdigen Informationspolitik der Bundeswehr weiter offen, so dass ich mich mit nahezu identischer Fragestellung am 31.03.2014 erneut an Frau von der Leyen wendete.

Auch im Büro des Wehrbeauftragten findet man es offenbar völlig in Ordnung, dass zunächst nur 20 Prozent der Vorkommnisse vor Ort an das Parlament gemeldet werden. Schließlich würde man im Fall von Nachfragen ja dann auch eine kleine Anfrage beantworten.

Die Schere im Kopf, das die Nachfrage ausbleibt, wenn nur das gemeldet wird was nicht zu Nachfragen führt scheint dem Mitarbeiter weder aufzufallen noch sonderlich peinlich zu sein.

Nette Gesprächsatmosphäre

Der Empfang verlief reibungslos. Die Wache war informiert, dass ich erscheinen würde. Im Raketentempo wurde ich abgefertigt. Der Mitarbeiter des BfPBuE holte uns auch vor dem Gebäude in der Stauffenbergstraße ab.
Das Gespräch führten wir also zu viert.

Schon eingangs des heutigen Gesprächs teilten mit die Mitarbeiter im Büro des BfPBuE mit, dass Sie weder auf den Fortgang meines Antrags auf Wehrdienstbeschädigung (WDB), noch auf die Wiedereinstellung einen Einfluss nehmen könnten. Diese Wiedereinstellung in die Schutzzeit beantragte ich im Mai 2013 auf anraten des Sozialdienstes der Bundeswehr.

Irgendwie passend, dachte ich. Dinge, um die es mir auch gar nicht geht können Leute nicht beeinflussen, die mir auch nicht auf Fragen antworten, die ich gestellt habe.

Nach meiner Vorstellung und Schilderung der Problemaspekte, wegen denen ich mich letztlich in Behandlung begeben habe wurde ich nach meinem aktuellen Befinden gefragt und was man für mich tun könnte.

Ich schilderte zunächst, dass ich derzeit immer wieder Tage habe, in denen Arbeiten kaum möglich ist und das es andere Tage gibt, an denen ich nahezu normal arbeite. Problematisch sind vor allem die Tage, die sich mit Aspekten der Traumatiserung verknüpfen und mich sehr viel Energie kosten oder an denen ich auch über meine Grenzen gehe. Die Therapie, die ich derzeit mache ist noch nicht abgeschlossen.

Ich schildere ehrlich, wie ich mich derzeit fühle.

„Ich stehe vor einem Berg und kann die Probleme immerhin genau benennen.“

Leider heißt das nicht, dass ich derzeit den Weg über den Berg sehe, geschweige denn gehen könnte.

Problem: Themensetzung und Konzentration

Es ist weiterhin so, dass ich an Themen, die Aspekte der Traumatisierung, Veteranen und Friedenspolitik relativ gut arbeiten kann. Leider neige ich bei diesen Themen dazu auch über die Grenzen meiner Kraft zu gehen. Ein wesentlicher Grund dafür, das ich Tage habe, an denen nichts geht.

Eine Konzentration auf andere Themen war mir in der letzten Zeit nahezu unmöglich. Seit dem Jobverlust im Februar war das aber auch nicht mehr nötig. Ich hoffe, dass mir das in meinem kommenden Job gelingen wird.

Problem: Akzeptanz des Themas

Mit der Aufarbeitung der Kernfrage „Wie groß ist er Umfang in dem die Bundeswehr den Afghanistaneinsatz gegenüber dem Parlament beschönigt?“ ecke ich an.

Im September 2013 bot ich die bisherigen Ergebnisse meinem letzten zivilen Arbeitgeber zur Nachrecherche an. Ich hatte mich schon zu Anfang meiner Tätigkeit dafür ausgesprochen keine Afghanistanthemen abzudecken, ohne das ein weiterer Redakteur als neutrale Instanz gegen prüft oder mitarbeitet.
Seitens des Redaktionsleiters erhielt ich das eingeforderte „erhalten“ und wusste nun zumindest, dass die ausbleibende Reaktion nichts mit einer eventuell nicht übertragenen eMail zu tun hatte.

Im Dezember 2013 kam dann – ohne weiteren konkreten Anlass – ein telefonischer Hinweis meines Redaktionsleiters, ich solle keine Afghanistanthemen eigenständig realisieren. Auf meine Frage, warum diese Ansage kommt erhielt ich keine Erklärung oder aktuellen Bezug. Er verknüpfte die Aufforderung noch nicht einmal mit der im September übermittelten Recherche.

Ich nutzte dann noch ein persönliches Gespräch im Februar 2014 für eine Nachfrage was es mit diesem Themenmaulkorb auf sich hat. Die Antwort:

„Du bist befangen. Ich schreibe ja als Fan auch nicht über meinen Verein.“

Eine inhaltliche Diskussion oder Erläuterung warum das Thema 27.09.2008 und Falschinformation des Bundestages abgelehnt wurde, fand nicht statt. Der Frage, warum die Bundeswehr massiv gegenüber dem Parlament beschönigt – zumindest im Fall 27.09.2008 sehr gut belegbar – wollte man sich offenbar nicht widmen.

Problem: Druck

Ich schilderte im Gespräch mit den Mitarbeitern des BfPBuE auch den Vorfall und den Druck, den ein „Bundesbediensteter mit Truppenausweis (nicht im BMVg angestellt)“ während des Adlongesprächs auf mich ausübte.

Die Drohung im Kern: „Hören Sie auf zu publizieren, sonst starten wir eine Schmutzkampagne!“. Der Bundesbedienstete sprach von einer Kaderakte, die mein Publikationsverhalten dokumentiere und durchaus auch Inhalte enthalten könne, die man notfalls auch erfinden würde.

Ich schilderte, das der Bundesbedienstete in „Stasi-Manier“ vorging. Der Mitarbeiter des BfPBuE regte sich daraufhin sichtlich auf und meinte, ich solle doch meine Wortwahl mal überdenken und nicht auf dieses Niveau gehen.

Ruhig schilderte ich ihm, dass die Klassifikation „Stasi-Manier“ nicht von mir stamme. Sie ist das sinngemäße Zitat einer Person, der ich den Ablauf des Gespräches schilderte und die dann „die Masche“ aus ihrem früheren Erleben zu DDR-Zeiten wiedererkannte. Die Art der Gesprächsanbahnung, die Atmossphäre, die ich beschrieben habe, Worte, wie „Kaderakte“ und nicht zuletzt die mehr und weniger offen ausgesprochenen Drohungen erinnerten den ehemaligen DDR-Bürger sehr an seine Begegnung damals.

Ich selbst verwende diese Klassifizierung nur mit Hinweis darauf, dass sie nicht von mir stammt.

Problem: Bachelorabschluss

Ich tue mich weiterhin schwer, die notwendige Abschlussarbeit anzugehen. Das hängt einerseits mit den bestehenden Konzentrationsproblemen zusammen, andererseits mit dem Thema, das ich mir gesetzt habe. Auch hier übte der „Bundesbedienstete“ Druck aus und erklärte mir sofort, das Thema würde niemanden interessieren. Ehrlicher wäre vermutlich gewesen zu sagen: „Verdammt, jetzt suchen Sie sich doch nicht NOCH EIN WEITERES Thema aus, das uns nicht passt!“

Gleichzeitig sehe ich derzeit aber auch keine Chance einen Weg in eine Festanstellung oder eine freie Tätigkeit im Journalismus zu finden. Zunächst, weil auf seltsame Weise meine Themen abgelehnt werden, wenn ich meine Recherchen zugänglich mache bzw. nur ein Thema äußere, was ich möglicherweise realisieren will.

Im Raum stehen aber auch die überzeugend präsentierten Drohungen des „Bundesbediensteten“. Das Thema, was ich abdecken würde wird also nicht zu Einnahmen führen und dafür zusätzlich noch Druck und Schwierigkeiten produzieren. Vom Thema abzulassen ist mir leider nicht möglich. Doch fehlt mir zum Aushalten des Themas leider auf Dauer die Kraft.

Problem: Therapie

Mit all dem im Gepäch soll ich nun „Ruhe finden“ und mich „auf die Therapie einlassen“. Immerhin gelingt mir noch das – aber die Aspekte, die meine Erkrankung ausmachen werden mich noch lange Zeit im Alltag begleiten und ich brauche erst einmal Situationen in denen ich mich bewähren kann.

Genau diese Situationen meide ich aber derzeit. Mir fehlt dazu weiterhin die Kraft. Bewerbungen und Bewerbungsgespräche sind für mich ein Horror. Sie sind eng mit den Chefsituationen verknüpft, die meine Belastung ausgelöst haben. Gleiches gilt, mich der Bachelorarbeit und der Beurteilung durch den zuständigen Professor zu stellen.

Hier meinte die anwesende Ärztin beim BfPBuE dann : „Ja, das ging uns doch allen so.“

Meine Anspannung wächst auch jetzt noch, wenn ich diese Worte höre. Nein, liebe Frau Doktor. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie bei jedem Vorgesetzten, Professor oder Chef bei gewissen Verhaltensweisen plötzlich eine vergleichbare Lebensbedrohung empfinden, wie das bei mir der Fall ist. Auch wenn ich weiß, warum ich so reagiere: einen Weg damit umzugehen habe ich derzeit nicht.

Für den Bereich Triggerthemen schlug sie vor, doch einfach ein anderes Thema zu wählen um den Druck heraus zu nehmen. Dazu kann ich dann nur sagen: „Fein. Dann ist mir leider die Arbeit egal und ich werde sie wohl nicht schreiben.“

Auch die Aufforderung, es sei an der Zeit, nach vorne zu schauen geht “am Bedarf vorbei”. Für mich ist es an der Zeit, das mal eine Antwort kommt. Gregor Gysi findet das auch und unterstützt mich bei dem Ansinnen, die Antwort auf die kleine Anfrage öffentlich zu bekommen.

Freie Berufswahl

Das ich mich 2010 dafür entschied in den Journalismus zu gehen war eine Notlösung, weil schon die Notlösung davor (Studium Informationsmanagement) im Zuge der zerbrechenden und immer komplizierter werdenden privaten Situation nicht funktionierte.

Mein eigentlicher Berufswunsch war 2008 kurz sehr deutlich erkennbar. Nach einem sechswöchigen Praktikum im Bildarchiv des Bundesarchiv in Koblenz suchte ich nach einer Möglichkeit mich zum Archivar ausbilden zu lassen.

Damals stand mir noch das volle Budget an Ausbildungsgeldern zur Verfügung. Um diesen Ausbildungsweg einzuschlagen hätte ich eine weitere Sprache nachweisen müssen. Gefordert waren Latein oder Französisch. Ein kleines Latinum hätte sich in einem Intensivkurs sehr schnell erarbeiten und nachweisen lassen.

Showstopper war in diesem Bereich dann aber wieder die Bundeswehr in Form des Berufsförderungsdienstes. Die Förderung einer Sprachausbildung – selbst mit dem Eingliederungsziel für den Archivdienst – sei (laut BFD-Berater in Koblenz) nicht möglich, denn man dürfe nach den Vorschriften keine Maßnahmen fördern, die nur der Persönlichkeitsbildung dienen würden.

Ausblick

Nachdem mein Blog zwar beim BfPBuE Anklang findet – bei anderen Bundesbediensteten aber eher Basis für Drohungen ist und für die Verbeitung in Massenmedien schlicht nicht spektakulär genug und vermutlich zu kopflastig ist, sagte ich dennoch zu, weiterhin fair und bei Fakten zu bleiben.

Das war in den letzten 97 Beiträgen immer mein Bestreben – und wird es auch in Zukunft sein.
Auf Dauer wird aber ein Schulterklopfen oder anerkennendes Nicken nicht ausreichen. Selbst wenn es aus dem Büro des BfPBuE kommt. Ähnliche Reaktionen hatte ich bereits beim Deutschen Bundeswehrverband und beim Reservistenverband.

Ein echtes Interesse an der Verbreitung der Fragen, die ich stelle und an den Unzulänglichkeiten, die ich dokumentiere scheint es aber nicht zu geben.

Weder auf Seiten des Deutschen Bundeswehrverbandes, den ich im letzten Jahr um eine Einstellung als Redakteur gebeten habe, um das Thema weiter führen zu können. Auch seitens des Reservistenverbandes sah man keine Möglichkeit.

Werte Vertreter der Verbände:

Nachdem Sie sich zur Jahresmitte 2013 ähnlich interessiert zeigten und im Fall des DBwV zum Gespräch luden wäre das jetzt doch mal eine gute Gelegenheit, das Blog in den Verbandspublikationen aufzugreifen.

Bitte sehen Sie es mir nach: zur Hofberichterstattung bin ich nicht mehr fähig. Falls ich das überhaupt je gewesen bin.

Beim Verlassen des Büros bat ich darum, Frau von der Leyen doch bitte an die Beantwortung des Briefes vom 31.03.2014 zu erinnern. Zwei der drei Briefe, die ich an ihre unterschiedlichen Adressen versendet habe wurden mittlerweile durch Bevollmächtigte abgeholt.

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Reaktionen: Wehrbeauftragter

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Am vergangenen Freitag ging nun eine Stellungnahme aus dem Büro des Wehrbeauftragten ein. Das zweiseitige Schreiben stelle ich hier wieder zur Verfügung:

Seite_1

Seite_2

Interessant sind besonders die Ausführungen von Herrn Günther auf der Seite zwei. Er bestätigt zunächst, es habe Differenzen gegeben. Dann kommt er zum Schluss, dass durch die Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE eine ausreichende Beantwortung stattgefunden habe.

Das rund 80 % der Informationen z.B. über ein Feuergefecht oder das festhalten der Angreifer fehlen ist für ihn kein Anzeichen dafür, “dass in der Unterrichtung des Parlaments falsch berichtet würde”. Ergo ist unvollständig für ihn wohl nicht falsch. Ich übertrage das dann mal auf die kommenden Steuererklärungen und jegliche weitere Anfrage von Amtswegen her …

Übergabe der Angreifer

Auch hier ist erkennbar, dass sich der Bearbeiter offensichtlich weigert, die Situation als Ganzes wahrzunehmen. Er greift auf, dass es wohl “eine Personenüberprüfung, aber keine Festnahme” durch ISAF-Kräfte gab. Auf die Übergabe der Angreifer an die Afghanische Nationale Polizei geht er nicht ein.

Ich nehme diese Antwort nun zum Anlass auch den Wehrbeuaftragten in einem “Einschreiben eigenhändig” darum zu bitten, diese Dinge zu hinterfragen und öffentlich zu machen.

Wenn das die Basis ist, mit der Politiker Einsätze der Bundeswehr beurteilen ist das Versagen in Afghanistan und auch künftigen Einsätzen kein Wunder.

Hier der nächste offene Brief, der Herrn Königshaus dann in den nächsten Tagen zugeht:

Sehr geehrter Herr Königshaus,

ich wende mich nun an Sie persönlich um in der Aufarbeitung meiner Traumatisierung voran zu kommen und in der Hoffnung nun endlich Antworten zu erhalten.

Ich wurde am 27.09.2008 Zeuge, wie die Bundeswehr Vorfälle in Auslandseinsätzen gegenüber der Presse, aber auch wesentlich gegenüber dem Parlament beschönigt.

Konkret geht es darum, dass in der Unterrichtung des Parlaments Informationen über die Heftigkeit des Angriffs auf das Camp Marmal in Afghanistan fehlen. Dies ist dabei noch der harmlose Aspekt.

Am 27.09.2008 befanden sich – mindestens kurzzeitig – afghanische Angreifer im Gewahrsam der Bundeswehr. Sie wurden an die afghanischen Behörden übergeben und – so wurde mir vor Ort zugetragen – kurze Zeit darauf getötet.

Diese Information war von sachkundiger Stelle (landeskundlicher Berater des Kommandeurs) vor Ort verfügbar, wurden aber nicht an die Abgeordneten weitergegeben.

Ich bitte Sie darum, am konkreten Beispiel des 27.09.2008 und der Meldungsübermittlung durch die Bundeswehr an das Parlament nachzuvollziehen.

Wie kann es sein, das ein Meldewesen toleriert wird, bei dem keine Informationen über festgehaltene und später getötete Menschen an das Parlament übermittelt werden?

Wie kann es sein, dass der Mitarbeiter ihres Hauses – Ministerialrat Fritz Günther – dieses irreführende Meldewesen als funktionierend erachtet, bei dem Informationen verschwiegen werden, die eine kritische Auseinandersetzung mit dem Handeln der Streitkräfte vor Ort nach sich ziehen könnten?

Welche Instanz im BMVg beobachtet und rechtfertigt den Umgang mit festgehaltenen Angreifern?

Warum haben diese Angreifer keinen Schutz nach internationalen Konventionen? Wie kommt die Bundeswehr dazu, festgehalten Menschen in ein nicht funktionierendes Rechtssystem zu übergeben?

Sichten Sie bitte die Antwort auf die kleine Anfrage, vergleichen Sie diese mit der Unterrichtung des Parlaments und der Pressemitteilung zu diesem Tag.

Gruß

Daniel Lücking

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WINK

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Man reiche mir einen Zaunpfahl … wink!
BSI

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Depressionen

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“Wenn Sie jemanden kennen, der depressiv ist, helfen sie am besten, wenn sie nicht fragen, warum das so ist.

Depression ist kein geradlinige und direkte Reaktion auf eine schlechte Situation; Depression ist eher wie das Wetter.

Versuchen Sie, die Dunkelheit, Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit die die Person durchmacht zu verstehen. Seien für sie da, wenn sie auf die andere Seite kommt.

Es ist schwer ein Freund für jemanden zu sein, der depressiv ist, aber es ist eines der nettesten, edelsten und besten Dinge, die Sie jemals tun werden.”


Stephen Fry

Depression

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Dear “WhoeverYouAre” – Lieber “WerAuchImmer” – Kære “Hvem endnu mere”

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I don’t know what it is that makes you reading my blog. Maybe it is personal interest – but you read way to intense as my protocols showed me last year.

Maybe you or your government fears, what I might write about the four attempts to ignite and escalate the sitation in the islamic world with publishing disgusting caricatures.

Whatever – I will not block your feed reader. But at least: show some respect to a veteran, who has to cope with the effects of beeing in the middle of that shitstorm, your misguided “jyllands posten” created.

Publishing obviously insulting caricatures that must lead to riots and attacks against international forces in islamic countries – in September 2005, January 2006, in the End of 2007 and even a fourth time – has nothing to do with freedom of press.

The shit you created caused incidents like this: Wikileaks – Afghan War Diaries AFG20060207n267

Quelle: Wikileaks Afghan War Diaries

Sound not that intense? Well, maybe due to not mentioning that some of the protestors died, because they did not throw the grenades properly. Maybe, because no one mentions in that shiny little report, how close they got ISAF to loose the camp?

This is, what it looks like in the German Papers:

I saw the video – I now see the lies that are forwarded to our politicians. Not only on this incident but also on others.

This is, what causes “Combat Stress” or PTSD! Veterans are not weak humans that accidentially chose the wrong job and now have problems dealing with it. We are the ones who witnessed the lies you to to politicians, to the public.

German Version:

Ich weiß nicht, warum Sie meinen Blog lesen. Möglicherweise ist es ein rein persönliches Interesse – aber wie meine Protokolle zeigen haben Sie es dafür auch im letzten Jahr ein bisschen zu intensiv gelesen.

Vielleicht lesen Sie es deshalb so intensiv, weil sie oder ihre Regierung damit rechnen, dass ich noch mehr über die vier Versuche schreibe,bei denen mit der Veröffentlichung der widerlichen Islamkarikaturen die islamische Welt entzündet und Lage vor Ort eskaliert werden sollte.

Wie auch immer: ich werde ihre IP-Adresse nicht blocken. Aber zeigen Sie wenigstens etwas Respekt gegenüber einem Veteranen, der vor Ort in der Mitte des Shitstorms stand, den ihre irregeleitete Zeitung Jyylands Posten verursacht hat.

Es hat nichts mit Pressefreiheit zu tun Karikaturen zu veröffentlichen, die einzig und allein provozieren sollen – und das mindestens im September 2005, Januar 2006, Ende 2007 und ein viertes Mal taten.

Dieser Scheiß verursachte Dinge, wie dieses: Wikileaks – Afghan War Diaries AFG20060207n267

Quelle: Wikileaks Afghan War Diaries

Kingt gar nicht so schlimm? Vermutlich, weil “vergessen” wurde die Toten unter den Protestierenden zu erwähnen, die ihre Granaten nicht richtig warfen. Vermutlich, weil nicht erwähnt wurde, wie kurz davor ISAF stand, dieses Camp zu verlieren.

Ich sah das Video. Ich sehe jetzt, mit welchen Lügen die Politik über die wahren Vorkommnisse vor Ort getäuscht werden.

Das sind die Vorkommnisse, die zu “Combat Stress” oder Posttraumatischen Belastungsströrungen führen. Wir sind keine schwachen Menschen, die dummerweise den falschen Job gewählt haben und nun Probleme haben, damit zu recht zu kommen.

Wir sind die Zeugen der Lügen, die Politikern und der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Danske udgave :

Jeg ved ikke hvorfor du læser min blog. Måske er det en rent personlig interesse – men hvordan for at vise mine logfiler , du har det også læse i det sidste år er det en lidt for intens.

Dansk Udenrigsministeriet
Dansk Udenrigsministeriet

Kendte IP-adresse dukker
Kendte IP-adresse dukker

Måske det er derfor, du læser det så intenst , fordi de eller deres regering forventer, at jeg skrive mere om de fire forsøg, hvor betændte den islamiske verden med udgivelsen af ​​ulækkert Islam tegnefilm og situationen på stedet , bør eskaleret .

Anyway, jeg vil ikke blokere deres IP-adresse. Men i det mindste vise lidt respekt for en veteran, der var på stedet i midten af lort Storms at deres misforståede avis Jyylands har forårsaget poster.

Det har at udgive noget at gøre med pressefrihed tegnefilm , der udelukkende og provokere alene – og så gjorde det mindste i september 2005 , januar 2006 slutningen af ​​2007 og en fjerde gang .

Det lort ting forårsaget , som dette: Wikileaks – Afghan War Diaries AFG20060207n267

Kilde: Wikileaks Afghan War Diaries

Kingt ikke så slemt? Sandsynligvis fordi ” glemte” at nævne de døde var blandt de demonstranter, der ikke smider deres granater ordentligt. Sandsynligvis fordi det ikke blev nævnt , hvor tæt ISAF stod til at miste denne lejr.

Jeg så videoen. Jeg ser nu , hvad der ligger politik vildledes om de sande hændelser på stedet.

Det er de begivenheder, der fører til ” Combat Stress ” eller posttraumatisk Belastungsströrungen . Vi er ikke svage mennesker, der har tåbeligt valgt det forkerte job , og nu har problemer så rigtigt at komme.

Vi er vidner til de løgne , at politikere og præsenteres for offentligheden.

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Keine Antwort …

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… ist vorerst auch eine Antwort. Am 29.03.2014 ging nun auch eine Reaktion seitens des Verteidigungsministeriums auf den offenen Brief vom 19.02.2014 ein.

Das zuständige Referat „Führung Streitkräfte II 7“ wurde durch Frau von der Leyen gebeten mir zu antworten. Seit dem 25.03.2014 (Datum des Schreibens) kann der zuständige Bearbeiter nun sagen: „Ja, Frau Ministerin, wir haben geantwortet.“

Doch mehr als ein Lob für den Blog enthält der Brief nicht. Zur Sache „Umgang mit Angreifern“ äußert sich der Bearbeiter nicht. Hier die Antwort als pdf:

25.03.2014 – Reaktion aus dem BMVg

Ich hake nun erneut nach.

Liebe Frau von der Leyen,

im Anhang erhalten Sie und die Öffentlichkeit nun den Antwortbrief zur Ansicht. Dieser durchaus freundlich und anerkennende Brief ist zwar „nett“ – hätte mich aber auch schon irgendwann im Laufe des letzten Jahres erreichen können seit ich die Aufarbeitung hier öffentlich betreibe.

Auf die inhaltliche Ebene, nämlich die erkennbare Falschmeldung der Bundeswehr an das Parlament, scheint aber weiterhin niemand eingehen zu wollen. Auch seitens des Wehrbeauftragten nahm bisher niemand direkt Stellung.

Ich danke an dieser Stelle ausdrücklich für das Gesprächsangebot mit dem PTBS-Beauftragten, welches ich gern wahrnehmen werde.

Es erschließt sich mir jedoch nicht, warum die von mir wahrgenommenen Unzuglänglichkeiten im Bereich der Schnittstelle „Einsatz – Parlament“ weder erwähnt noch schlüssig erklärt werden können.

Der offene Brief sollte eher ein Thema für den Referatsleiter aus der Rechtsabteilung sein, als für den PTBS-Beauftragten. Eine Lüge nicht mitzutragen, das Gruppengefüge zu verlassen und grundlegend zu hinterfragen hat nichts mit Traumatisierung zu tun.

Plain and Simple:

Ein Soldat wird Zeuge, dass Vorfälle durch die Bundeswehr beschönigt und falsch an das Parlament gemeldet werden. Auf Nachfrage wird die Sache eingestuft und somit von mehr und entscheidenden Personen fern gehalten.

So handelte übrigens die Armee, die mit Grundsätzen der inneren Führung, dem Prinzip mündiger Staatsbürger in Uniform, allerlei Schutz- und Kontrollmechanismen auf demokratischer Basis wirbt – und dann beim genaueren Hinschauen vertuscht, verschweigt und herunter spielt.

Bitte erklären Sie mir, warum seit der Antwort auf die Kleine Anfrage (DS 17/14083) im Juni 2013 keine erkennbaren Maßnahmen getroffen wurden, die eine kritische Auseinandersetzung belegen.

Bitte Antworten Sie auf folgende Fragen:

1. Welche Stelle hat in den Tagen rund um den 27.09.2008 entschieden, die Vorkommnisse reduziert als Pressemeldung (PM) in die Öffentlichkeit zu geben?

2. Welche Instanz hat zu verantworten, dass die spätere Unterrichtung des Parlaments (UdP) um weitere Aspekte bereinigt wurde?

3. Wie ist zu legitimieren, dass die Antwort auf die Kleine Anfrage von UdP und PM abweicht?

4. Welches Gremium in Parlament und Bundeswehr befasst sich mit Festnahmen und dem anschließenden Umgang mit den Festgenommenen?

5. Was werden Sie, Frau von der Leyen, künftig unternehmen um solche irreführenden Informationsverläufe zu vermeiden?

Ich lade Sie ein, mir einen Termin vorzugeben und schlage vor, wir treffen uns einfach am 25.04.2014 beim Blogtreffen von Augengeradeaus-Kollege Thomas Wiegold. Dort ist dann auch eine Menge interessiertes Publikum vor Ort.

Als Thema schlage ich vor : „Transparenz – alte Fehler und neue Linien der Bundeswehr.“

Sollte es Ihrerseits andere Terminvorschläge geben, um sich mit der Thematik „Umgang mit Angreifern“ öffentlich zu befassen, bin ich dafür sehr offen. Ich halte die Übergabe von Angreifern in Rechtssysteme, die nicht nach westlichem Maßstab funktionieren, für vermessen – schließlich sind es ja die westlichen Maßstäbe von Recht, Gesetz, Angriff und Verteidigung, die uns nach Afghanistan brachten.

Dort sollten dann auch westliche Maßstäbe für Kriegsgefangene gelten. Egal, ob sich diese Stunden, Tage oder Monate im Gewahrsam der deutschen Kräfte befinden.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Lücking

Update 31.03.2014

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Update 02.04.2014

Mindestens einmal eingetroffen – auch, wenn es nur der Bevollmächtigte in Empfang nahm. Hoffentlich landet es jetzt mal dort, wo es hingehört.

Beleg1

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Reaktionen: Gregor Gysi

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Auf den Offenen Brief, den ich am 19.02.2014 online stellte und zum 04.03.2014 noch einmal an Gregor Gysi und Ursula von der Leyen als Einschreiben versendet habe, traf am 19.03.2014 nun die Reaktion von Gregor Gysi ein.

Das gesamte Schreiben ist am Ende dieses Beitrages zu finden. Indirekt bestätigt das Schreiben, dass die Gefangennahmen stattgefunden haben:

„Was mich besonders ärgert, ist die Art, mit der die Bundesregierung in der Antwort auf unsere Kleine Anfrage Ihre Ausführungen, Herr Lücking, de facto als unglaubwürdig abgetan hat.

Ich halte Ihre Darstellungen als eines direkt Beteiligten, als eines Augenzeugen, der persönlich sehr viele Risiken auf sich genommen hat und weiter auf sich nimmt, für besonders glaubwürdig. Zu offensichtlich ist das Interesse, dass Bundeswehr und Bundesverteidigungsministerium an der Vertuschung von Kampfhandlungen hatten, die damals die Sicherheit des größten Lagers der Besatzungstruppen im Norden Afghanistans in Frage gestellt haben. Zu offensichtlich ist auch das Interesse, sich nicht für das Schicksal von Gefangenen zu interessieren, die man den lokalen Machthabern übergeben hat.

Ich unterstütze Ihr Anliegen nachdrücklich, die Einstufung der besagten Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage (DS 17/14083) aufzuheben und sie somit der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen. Dies liegt in der Hand der Bundesregierung und des zuständigen Ministeriums. Es ist auch ein Test, wie ernst es Frau von der Leyen damit ist, für mehr Transparenz in ihrem Verantwortungsbereich zu sorgen.“


Wo liegt das Problem?

Mittlerweile sind zum 27.09.2008 drei Darstellungen verfügbar, die von offiziellen Bundeswehrstellen stammen. Zwei davon sind öffentlich zugänglich und spielen die Ereignisse des Tages in einer irreführenden Art und Weise herunter. Sowohl Presse, als auch die parlamentarische Öffentlichkeit erfahren nur 20 bis 25 Prozent von dem, was sich wirklich abgespielt hat. Die von der Bundeswehr präsentierte Darstellung ist keine brauchbare Grundlage, um über den Einsatz und dessen Fortgang zu entscheiden.

In den beiden momentan öffentlich verfügbaren Versionen fehlt die Angabe, dass sich die Angreifer kurzzeitig im Bundeswehrgewahrsam befunden haben. Ich gehe davon aus, das die Bundeswehr eine Diskussion über Kriegsgefange und deren Rechte vermeiden will. Ein Überblick über die unterschiedlichen Darstellungen:

Version 1 – Pressemeldung:

.Mindestens 2 Einschläge – weitere werden nicht ausgeschlossen
.Feuergefecht – Soldaten standen in Kampfhandlungen mit Angreifern

Version 2 – Meldung an den Bundestag:
.2 Raketen – die Formulierung erklärt das zum Fakt
.Kompanie führt Aufklärung durch – Feuergefecht wird nicht erwähnt

Version 3 – Antwort auf die Kleine Anfrage:

Eingestuft – das Dokument zu veröffentlichen wäre ein Verstoß gegen die Geheimhaltungsvorschriften des Bundestages.

Version 4 – meine Darstellung des Tages:
Eigene Wahrnehmung:
.2 Detonationen auf dem Weg zum Mittagessen gehört, ca. 10 Minuten danach Raketenalarm
.Feuergefecht am Nachmittag
.Luftunterstützung durch amerikanische Aufklärungsflugzeuge (Typ Thunderbold A10)
.Augenzeuge der Personendurchsuchung eines Angreifers im Fahrbahnbereich am Lagertor

Angaben von Soldaten anderer Bereiche:
.8 Raketen, präziser Beschuss, konkrete Benennung des Einschlagortes
.Tötung der Angreifer („Das hat der Gouverneur ortsüblich gelöst“).


Andere Reaktionen

Seitens des Verteidigungsministeriums und Frau von der Leyen gab es bisher keine Reaktion. Seit Juni 2013 hätten sie die Chance gehabt, z.B. in einem persönlichen Gespräch zu belegen, mit welchen Instrumenten und Gremien die Bundeswehr den Umgang mit Angreifern überwacht.

Der Wehrbeauftragte erkannte zunächst keinen konkreten Handlungsbedarf und bat darum, die persönliche Betroffenheit deutlich zu machen. Erst dann könne er die Angelegenheit näher untersuchen.


Bundeswehrtaktik: Versagen oder Geschick?

Über die juristische Spitzfindigkeit, dass der ISAF-Einsatz kein Krieg sei, gab es bereits unter Karl Theodor zu Guttenberg eine kurze Diskussion. Er gestand in einer der Trauerreden bei der Beerdigung von Gefallenen im April 2010 den Soldaten zu, von Krieg zu sprechen.

Doch wer „umgangssprachlich“ die Soldaten im Krieg verortet, der macht „umgangssprachlich“ auch festgehaltene Angreifer zu „Kriegsgefangenen“.

Abgesichert durch die Mandatsformulierung handelt es sich bei den Angreifern vermutlich nicht um „Kriegsgefangene“, denen Rechte nach Genfer Konvention und anderen Vereinbarungen gewährt werden müssen. Doch das entbindet nicht von der moralischen Verantwortung.

Darin sehe ich den Kern des Problems, das auch in künftigen Einsätzen in Afrika und weltweit auf die Bundeswehr zu kommt. Die Bundeswehr hat am 27.09.2008 in ein bekanntermaßen nicht funktionierendes Rechtssystem Menschen übergeben, die „umgangssprachlich“ Kriegsgefange waren und entsprechend zu schützen sind.

Die Antwort aus dem Büro von Gregor Gysi im Wortlaut:

(Anmerkung: In der Antwort wird von der Einstufung als “Vertraulich – Nur für den Dienstgebrauch” gesprochen. Ob eine Anhebung der Stufe stattgefunden hat oder lediglich ein Fehler in der Bennung vorliegt habe ich in einer weiteren eMail nachgefragt. Fakt ist: die Antwort ist derzeit nicht öffentlich zugänglich.)

Sehr geehrter Herr Lücking,
im Auftrag von Herrn Dr. Gysi übermittle ich Ihnen sein Antwortschreiben an Sie. Hiermit erhalten Sie auch die Freigabe, den nachfolgenden Text weiter zu verwenden und zu publizieren.

Mit freundlichen Grüßen


Pers. Referent

Lieber Herr Lücking,

vielen Dank für Ihren Offenen Brief vom 19. Februar. Ich finde es sehr mutig und auch ermutigend, mit welchem Engagement Sie für die Aufarbeitung von Vorgängen in Afghanistan kämpfen, die die Bundesregierung zu verschleiern versucht.

130.000 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr waren in den vergangenen zwölf Jahren am NATO-Einsatz in Afghanistan beteiligt. Sehr viele von ihnen kommen mit Posttraumatischen Belastungsstörungen aus den Auslandseinsätzen zurück. Dies wird durch Studien belegt und findet regelmäßig Erwähnung in den Jahresberichten des Wehrbeauftragten des deutschen Bundestages. Und auch vom Bundesverteidigungsministerium wird das Problem eingeräumt.

Doch die Bereitschaft des Ministeriums und der Bundeswehr, den betroffenen Soldatinnen und Soldaten zu helfen, ist viel zu gering. Sie orientierte sich überdies an der Bewahrung und Wiederherstellung der “psychischen Fitness”, damit die Soldaten ihren Kampfeinsatz fortsetzen können. Die Betreuung von Kriegsveteranen, die in Deutschland mit den seelischen Folgen des Einsatzes kämpfen, wird dagegen vernachlässigt.

Die exorbitant hohe Scheidungsrate unter Afghanistanheimkehrern zeigt an, wie dringend dieses Problem ist, und dass es die gesamte Gesellschaft betrifft.

In Ihrem Blog schildern Sie einen Anschlag auf das Camp Marmal vom September 2008, in dessen Zusammenhang es zu stundenlangen Kampfhandlungen kam, sowie der folgenden Verhaftung von Afghanen und ihre Übergabe an die lokalen Machthaber. Sie befürchten, dass diese Gefangenen hingerichtet worden sein könnten.

Ihre Schilderungen stehen in einem eklatanten Gegensatz zu der beschwichtigen Unterrichtung, wie sie uns Abgeordneten durch das Bundesverteidigungsministerium über denselben Vorfall gegeben wurde. Auf Initiative meiner Kollegin Christine Buchholz, verteidigungspolitische Sprecherin der LINKEN, hat unsere Fraktion die Diskrepanz zwischen Ihren Schilderungen und der offiziellen Unterrichtung zum Thema einer Kleinen Anfrage mit Datum vom 12. Juni 2013 gemacht.

Die Antwort der Bundesregierung war in doppelter Hinsicht enttäuschend. Zum einen war die Antwort so einsilbig, dass sie weniger hergab als die offizielle Meldung auf der Website der Bundeswehr über den Vorfall im Jahr 2008. Zum anderen wurde die Antwort als “Vertraulich — nur für den Dienstgebrauch” eingestuft, um ihre öffentliche Verbreitung zu verhindern.

Das ist ein grotesker Vorgang. Denn es war ja gerade der Sinn der Anfrage herauszubekommen, ob die von Ihnen öffentlich erhobenen Vorwürfe, dem Bundestag werde die Wahrheit vorenthalten, stimmig sind. Man würde erwarten, dass die Bundesregierung ein Interesse daran hätte, diese Vorwürfe öffentlich zu widerlegen.

Dass die Bundesregierung stattdessen der Öffentlichkeit die eigene Darstellung der Vorgänge vom September 2008 vorenthalten will, macht diese Darstellung von vornherein unglaubwürdig. Auf unsere Nachfrage, wie die Bundesregierung die Einstufung der Antwort als Verschlussache rechtfertigt, argumentierte sie ernsthaft, dies sei aus “Sicherheitsgründen” notwendig — fünf Jahre nach den Vorfällen!

Was mich besonders ärgert, ist die Art, mit der die Bundesregierung in der Antwort auf unsere Kleine Anfrage Ihre Ausführungen, Herr Lücking, de facto als unglaubwürdig abgetan hat.

Ich halte Ihre Darstellungen als eines direkt Beteiligten, als eines Augenzeugen, der persönlich sehr viele Risiken auf sich genommen hat und weiter auf sich nimmt, für besonders glaubwürdig. Zu offensichtlich ist das Interesse, dass Bundeswehr und Bundesverteidigungsministerium an der Vertuschung von Kampfhandlungen hatten, die damals die Sicherheit des größten Lagers der Besatzungstruppen im Norden Afghanistans in Frage gestellt haben. Zu offensichtlich ist auch das Interesse, sich nicht für das Schicksal von Gefangenen zu interessieren, die man den lokalen Machthabern übergeben hat.

Ich unterstütze Ihr Anliegen nachdrücklich, die Einstufung der besagten Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage (DS 17/14083) aufzuheben und sie somit der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen. Dies liegt in der Hand der Bundesregierung und des zuständigen Ministeriums. Es ist auch ein Test, wie ernst es Frau von der Leyen damit ist, für mehr Transparenz in ihrem Verantwortungsbereich zu sorgen.

Ihnen wünsche ich weiterhin viel Kraft und Mut in Ihrem Engagement. Der NATO-Krieg in Afghanistan hat so viel Leid über die heimische Bevölkerung und die Soldatinnen und Soldaten und deren Familien gebracht. Es ist notwendig, dass die Wahrheit ermittelt wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Gregor Gysi

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Reaktionen: Leser und Leserbriefe

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Immer wieder erreichen mich Schilderungen von Ex-Soldaten, die ihre Einsatzerlebnisse beschreiben, Missstände, die ich sah bestätigen oder eigenen Erfahrungen mitteilen.

Heute kam ich dazu Peter* zu Antworten, der sich vor fast vier Wochen meldete. Seine Schilderungen sind authentisch und haben Parallelen zu meinen Erlebnissen. Er schilderte mir unter anderem, wie er bei einer Balkanmission während einer Patrouillenfahrt Minderjährige Kinder zum Sex angeboten bekam.

Ähnliches erlebte ich in Mazedonien, als ich als Kraftfahrer im Auto blieb, während andere Soldaten kurz auf dem Markt waren.

Hier meine Antwort an Peter* :

Lieber Peter,

zunächst einmal Danke für deine Mail, auch, wenn ich Zeit für das beantworten brauche.

Was dich beschäftigt ist mir in vielen Aspekten vertraut. Ich erinnere mich an eine Situation, wo ein Kind in Mazedonien vor mir stand und mir deutliche Angebote machte.

Das irritiert, widert an und ich mag mir nicht vorstellen, was aus dem Kind geworden ist. Noch dazu, wie oft das Angebot vermutlich nicht abgelehnt wurde.

Was mich nach den Einsätzen am meisten belastet hat war, das mir zu viele Leute in meinem Umfeld mit der Haltung begegnen: “Ist vorbei – mach weiter.”

Ich denke, mit den entsprechenden Impulsen, die Ende 2012 überhand gewonnen haben musste ich die Aufarbeitung beginnen. Vorher hatte ich immer wieder mit Depressionen zu kämpfen und war nahezu nicht funktionsfähig, wenn wieder in Afghanistan Soldaten starben.

Nachdem ich nun weiß, wie sehr das mit dem ersten Einsatz, den Karikaturen und der Überforderung zu tun hatte, kann ich damit besser umgehen. Zumindest hoffe ich das.

Aber zu dir:

Du beschreibst sehr gut und sehr plastisch, was deinen Dienst ausgemacht hat. Das es bei dir sofort wieder präsent ist, bemerke ich deutlich.

Du solltest auf dich acht geben und dir – wenn nötig – frühzeitig Hilfe durch einen Therapeuten suchen. Deine Einsätze liegen eine ganze Zeit zurück – die Erfahrung wird dir auch niemand mehr nehmen.

Aber frag dich, ob du es für dich abgeschlossen hast und ob du einen gesunden Umgang für dich und deine Familie hast. Niemand kann von einer Ehefrau oder Freundin erwarten all das nachzuvollziehen, was uns da verändert hat.

Mir helfen hier in Berlin Fotoprojekte, das Schreiben, Interviews und viele, viele Gespräche jenseits der Therapie das Thema zu ordnen und in den Griff zu kriegen. Ich merke aber, es dauert und kostet viel, viel Zeit.

Ich kann dich daher nur bestärken, dich rechtzeitig und mit weniger Leidensdruck in eine Therapie zu begeben – falls du fühlst oder den Eindruck hast, das das nötig ist.

Ich selbst habe lange, vielleicht zu lange gewartet, bis vieles schon behandlungsbedürftig war, was ich – aber da kann ich nur mutmaßen – mit normalen Ruhephasen zwischen den Einsätzen vielleicht selber in den Griff bekommen hätte.

Wie auch immer du entscheidest, was auch immer du für nötig erachtest: es gibt viele, die noch aufarbeiten müssen, was wir da erlebt haben.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft.

*Name geändert

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