Freie Meinungsäußerung? Offenbar nicht erwünscht.

Share Button

Gerade mal für ein paar Minuten im Recruitment-Center der Bundeswehr an der Friedrichstraße vorbei geschaut. Nach Infomaterial zu Berufserkrankungen, wie PTBS gefragt.

Aussage: “Das gibt es, wenn die Leute beim individuellen Gespräch beim Karrierecenter danach fragen.” Aha – und wenn nicht? Aktuelle WDB-Fälle, wie Robert Sedlatzek Müller werden als Einzelfälle dargestellt, bei denen es halt nicht so toll funktioniert habe. Schuld an den Problemen nach der Dienstzeit sei generell so wie so die Gesellschaft und das Parlamentarierer falsch informiert werden würden, ja , das sei halt so bzw. würde nicht weiter wundern.

Kritische Staatsbürger in Uniform sehen für mich anders aus.

Kritik unerwünscht

Als ich mit diesem Erlebnis nun in die Facebook-Diskussion einsteigen wollte, stellte ich fest, dass ich auf den Seiten des Deutschen Bundeswehrverbandes keine Kommentare mehr abgeben kann. Ebenfalls ist es nicht möglich, Inhalte zu posten. Sagt viel aus über die Institution und ist mir eine weitere Meldung an den Wehrbeauftragten wert. Vor den Äußerungen eines Staatsbürgers, der einmal Uniform getragen hat, ist dem Verband offenbar bange …

Share Button

Wasserstandsmeldung

Share Button

Was helfen würde:
1 Jahr voll auf mein Thema & die Bachelorarbeit konzentrieren können.

Was gerade nicht hilft:
Job 1 & Job 2 haben nichts mit meinem Thema zu tun – Therapie und Coaching fressen viel zusätzliche Zeit. Das stellen von Hilfsanträgen DRÄNGT in zweierlei Hinsicht. In erster Linie wäre der Papierkram zu bearbeiten – in zweiter Linie führt das wieder zur Auseinandersetzung auf einer Ebene mit dem Einsatzthema, die mir nicht gut tut und mich nicht weiter bringt. Es wirkt derzeit auf mich so, dass durch diese Abhängigkeit das Problem konserviert und zementiert wird.

Auf der Strecke bleibt:
Viel zu viel.

Jammern hilft nicht – wegschauen aber auch nicht!

Das Totschweigen von Belastungen allerdings auch nicht. Ende November jährt sich zum zweiten Mal die Veröffentlichung der Afghanistanpapiere der WAZ. Für mich bemerkenswert, denn ab diesem Zeitpunkt konnte ich die Aufarbeitung meiner Einsatzerlebnisse nicht weiter vor mir her schieben.

Die Auswirkungen hatten in den Jahren davor bereits dazu beigetragen, das meine Ehe zerbrach und ich im Studium immer mehr Probleme im Umgang mit Professoren und Kommilitonen bekommen habe. Ich bereue nicht, dass ich dem Impuls gefolgt bin und angefangen habe, aufzuarbeiten. Die sinnentstellenden und realitätsfernen Meldungen, die offenbar Grundlage dafür sind, dass Lageentwicklungen in Einsätzen von der Politik falsch eingeschätzt werden, sind nun offenkundig und zumindest in meinem Fall belegt.

Zahlreiche Rückmeldungen anderer Soldaten bestätigen mir, dass diese Wahrnehmung nicht nur meine persönliche Wahrnehmung ist. Im Gutachtergespräch am vergangenen Montag wurde mir erstmals bewusst, welche Zersetzung Ende des letzten Jahres betrieben wurde:

1. Drohungen

Anlässlich meines Protests gegen Überwachung tauchten in meinem Netzwerk auf Facebook – damals Hauptkanal für mich – immer wieder Gewaltandrohungen auf. Subtil bis offenkundig – zeitweise direkt, zeitweise durch Dritte an mich heran getragen. Gewaltvideos, in denen Personen in den Kopf geschossen wird – verknüpft mit Äußerungen zu meiner Person. Erkennbar für jeden, der wusste, dass ich angesprochen werden sollte – in der Sprachwahl so geschickt formuliert, dass die Äußerungen nicht justiziabel sind. Der Absender: Reservist.

2. Diffamierungen

Bis in den Februar hinein wurden meine Themen von mindestens einem hochrangigen Soldaten im aktiven Dienst begleitet, der nach eigenem Bekunden viel Zeit seines Urlaubs, aber keinesfalls Dienstzeit aufwendete, um sich – natürlich – aus rein persönlichem Interesse an den Diskussionen rund um die Themen zu beteiligen, die ich aufgeworfen habe.

Je tiefer ich recherchiere, desto öfter stelle ich fest, dass der Mann auf anderen auffällt, die an ähnlichen Themen arbeiten, wie ich damals. Der Absender: aktiver Soldat.

3. Zersetzung

Das oft erwähnte “Adlongespräch” war einer der letzten Punkte, die mich dazu bewegten, das Bundeswehrkrankenhaus Berlin nicht mehr aufzusuchen. Aufforderungen, die publizistischen und journalistischen Tätigkeiten einzustellen waren direkt und einschüchternd. Auch in diesem Bereich nicht justiziabel, aber eindeutig im Grad der Bedrohung. Meine Onlineaktivitäten würden gesammelt, ausgewertet und gegebenen Falles durch Dinge ergänzt “die man hinzuerfinden kann”. Der Absender: Reservist im aktiven Beamtendienst in einem Bundesministerium.

4. Verunsicherung

Obwohl ich die Auswirkungen mit meiner damaligen Therapeutin besprach, sah sie mich auf einem guten Weg in der Therapie. Maß sie dem ganzen zu wenig Bedeutung bei? Konnte sie unterschätzen, was ein Themenverbot aus meiner damaligen Redaktion mit mir macht oder war ich schlichtweg schon so sehr in der Verteidigungshaltung? Emotionale Abkapselung, um dem externen Druck standzuhalten – das kannte ich bereits aus Einsatzzeiten.

Prioritäten setzen

Die soziale Isolation, in der ich in den Jahren zwischen 2008 und 2013 überwiegend gelebt habe konnte ich in den letzten Monaten aufbrechen. Berlin machte mir Verbesserungen in diesem Bereich sehr leicht – eine Provinzstadt mit überwiegend konservativer Ausrichtung hätte mich wohl über Jahre nicht voran gebracht. Das Engagement, das ich nun in zahlreichen Bereichen an den Tag bringt mich in der Aufarbeitung deutlich voran.

Irritationen einzelner Akteure, die in mindestens zwei meiner Kreise in den letzten Wochen aufgetreten sind wirken sich dennoch nicht negativ aus. Subtile, aber spürbare Aggitation finden statt. Doch mein Umfeld reagiert mit offenem Hinterfragen dieser Impulse, statt sich von mir zurückzuziehen, wie ich das im Social Media Kontext erleben musste.

Erfolge

Erstmals seit Jahren war mir ein Urlaub möglich, in dem ich im überwiegenden Teil der Zeit erholen konnte und das auch spürte. Schottland stand lange auf der Wunschliste und brachte eine spürbare Entlastung.

Seit vergangener Woche geht es auch mit dem Abschluss der Bachelorarbeit voran. Die klare Ausrichtung in der letzten Coaching-Sitzung half mir bei dem Gespräch mit Professor am vergangene Freitag. Die anschließende 31-Stunden-London-Reise zur Open Rights Conference brachte mich in Bezug auf die Bachelorarbeit ebenfalls voran.

Ausblick mittelfristig

Nur ein Kurs ist noch abzuschießen. Die Zeitplanung für die Kursleistung steht und im Rahmen der Bearbeitung werde ich hoffentlich das Selbstvertrauen generieren, was für die Bachelorarbeit notwendig ist.

Derzeit rät mir mein Professor während der sechswöchigen Bearbeitungszeit, die zeitlich im März / April 2015 liegen muss, komplett auf das Thema zu fixieren. Sinnvoll, was die Bachelorarbeit angeht – ob ich jedoch danach noch beide Jobs haben werde, wage ich zu bezweifeln. Am Ende wäre ich jedoch ein HARTZ4-Empfänger MIT Bachelorabschluss.

Auf Therapie und Coaching zu verzichten ist in diesem Zeitraum ebenfalls nicht möglich und da am Ende der Bachelorarbeit die Exmatrikulation (mit Abschluss) steht, müsste ich parallel noch Zeit für Bewerbungen aufwenden, um nicht aufgrund der Unterhaltsverpflichtungen von Ämtern direkt im Anschluss in eine Arbeitsätigkeit gezwungen zu werden, die nichts mit meinem Berufsabschluss zu tun hat. Rechtlich wäre das zulässig.

Ausblick langfristig

Die ursprüngliche Ausbildungshöhe “Masterabschluss” wurde durch die Turbulenzen der letzten Jahre mittlerweile unerreichbar. Weiter studieren geht nur unter der Prämisse der regelmäßigen Unterhaltszahlung. Ergo müsste ich 80 bis 100 Stunden pro Woche arbeiten. Mich über zwei – realistisch sind eher drei – Jahre mit dem Studienkredit zu belasten ist nicht sinnvoll.

Ausblick Woche

Job 1 leidet, während ich den Artikel schreibe – doch ohne die Ordnung, die ich mit diesem Artikel in die Herausforderungen bringe, ist kein Start in die Woche möglich. Die Termine sind realistisch und strukturiert gesetzt – auch während des Coachings erfahre ich Bestätigung, dass ich in diesem Bereich keine Defizite habe.

Fazit:

Eine gute Basis,um ab Freitag dann mal wieder etwas zu sein, das ich seit Mai kaum war: Vater.

Share Button

Wieder einmal Danke sagen & die nächsten Wochen ordnen

Share Button

Heute ging die Unterstützungszahlung auf meinem Konto ein. Das Bundeswehr-Sozialwerk hat eine weitere Zahlung für Dezember 2014 zugesagt. Die Unterstützung wurde notwendig, weil ich derzeit immernoch weitgehend untherapiert auf den Abschluss des Wehrdienstbeschädigungsverfahrens warte.

Überweisungs-Gutschrift
Bundeswehr-Sozialwerk e.V
Zuschus aus der Aktion Sorg
enkinder in Bundeswehrfamil
ien

Neben der Notwendigkeit, das Studium abzuschließen – wobei mir jeglicher autoritärer Eingriff in meine Arbeit immer noch große Probleme bereitet – arbeite ich in zwei Jobs und schaffe es mit der Unterstützungsleistung auf ein angemessenes Einkommen, dass die Zahlung von Unterhalt zulässt.

Seit Anfang Oktober 2014 wende ich Zeit (& Geld) für ein Coaching auf, das mich durch die Phase der Bachelorarbeit begleiten soll. Gleichzeitig startete ich eine Traumatherapie, mit deren Hilfe die körperlichen Auswirkungen der stressbedingten Erkrankung abgebaut werden sollen.

Da es derzeit kein Verfahren gibt, dass Ex-Soldaten, die in der Verwaltungsmühle hängen, werde ich weitere Anträge stellen müssen.

Verwaltungsmühle Wehrdienstbeschädigung

Länder und Bund rangelten seit Jahren um die Zuständigkeiten in der Veteranenversorgung. Waren nach altem Recht noch die Landesämter zuständig, wechselt derzeit die Verantwortlichkeit auf die Bundesebene. Nötig wurde dieser Schritt, wie mir eine sachkundige Quelle kürzlich schilderte, weil es gravierende Unterschiede in der Anerkennung von Schädigungshöhe zwischen den einzelnen Bundesländern gab.

Noch im September – Monat 17 der Bearbeitung meiner Wehrdienstbeschädigung – äußerte der PTBS-Beauftragte General von Heimendahl im persönlichen Gespräch: “Es hätte nicht passieren dürfen, dass ihre Übergangsgebührnisse auslaufen, bevor das Wehrdienstbeschädigungsverfahren abgeschlossen ist.”

Aktive Soldaten dürfen mit einem laufenden Verfahren nicht entlassen werden – Übergangsgebührnisempfänger mit identischem Verfahrensstand haben diesen Entlassungsschutz nicht und über den Versorgungsstand von Ex-Soldaten, die bereits vollends im Zivilleben angekommen waren, lässt sich nur mutmaßen.

Genesungsstand

Nachdem meine Therapeutin, die ich eigens wegen der Behandlungsmethode EMDR gewählt hatte offenbar voll darauf versteifte, ich sei wegen einer “anankastischen Persönlichkeitsstruktur” (a.k.a. besserwisserisches Ar…lo..) in Behandlung brach ich die Gesprächstherapie im Mai ab.

Interessant – in dem Onlineverzeichnis, in dem ich auf sie aufmerksam wurde führt sie diese Qualifikation, auf ihrer eigenen Homepage jedoch nicht. Ebenso existiert auch kein Eintrag im EMDRIA. Vorsicht also mit Online-Verzeichnissen – ich habe es leider zu spät bemerkt.

141103_Therpeutin_Fail

In den letzten 14 Monaten nach Ende der stationären Therapie im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin hatte ich hauptsächlich damit zu tun, die Auswirkungen der Depression im Alltag zu begreifen und in den Griff zu bekommen. Der Therapieabbruch im Mai, sowie die Probleme eine bezahlbare Krankenversicherung zu bekommen, die mich von Juli bis September unter großen Druck setzten, haben mich viel Kraft gekostet.

Erholung

Es dauerte bis zum 6. Oktober, bis erste Entlastungseffekt spürbar wurden und die Zusagen aus dem Büro des PTBS-Beauftragten sich bewahrheiteten. Ob es der sinkende Stresslevel, die fortschreitende Traumatherapie (TRE – Trauma Release Exercise) oder schlichtweg ein Virus waren – rund 14 Tage verbrachte ich im Oktober mit einer deutlich spürbaren Erkältung. So schwach habe ich mich körperlich seit mehr als 3 Jahren nicht mehr gefühlt. 14 bis 16 Stunden Schlaf pro Tag waren möglich.

Überraschend konnte der Studienkredit der KfW-Bank reaktiviert werden und wurde rückwirkend für ein Semester ausgezahlt. Ich entschied mich darauf hin, das Geschenk als solches auch für mich zu nutzen und flog für eine Woche in den Urlaub nach Schottland. Meine erste längerer Reise nach der Rom-Reise, die ich mit dem Rucksack im April 2011 machte.

Notwendig. Auch hier bemerke ich, dass ich deutlich länger und besser schlafe – eine Auswirkung, die seit Beginn der Traumatherapie sehr deutlich spürbar ist

Edinburgh

Kommende Stressoren

In der nächsten Woche steht zu Wochenbeginn die Untersuchung im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg an. Länger, als einen Tag ambulant lasse ich nicht zu. Das hat mehrere Gründe.

Zunächst muss ich den Arbeitsverpflichtungen in Berlin regelmäßig nachkommmen. Daran ändern auch Zahlungen aus Hilfsfonds und Stiftungen nichts, denn diese waren nur für September 2014 bis Dezember 2014 gesichert.

Gravierender aber ist, dass das herumrühren in Krankheitssyptomatiken mittlerweile nicht mehr zu dem Weg passt, auf dem ich mich befinde. Ich arbeite aktiv an der Genesung, soll aber – so verlangt es der Verwaltungsweg – nun begutachtet werden, was mehr der Diagnose und dem herumrühren in Krankheitssyptomatiken ähnelt als dem herausarbeiten aus der Krankheit. Die Verwaltungsformalien sind vor allem eines: kontraproduktiv.

Ende der kommenden Woche steht dann ein Gespräch mit meinem Studiengangsleiter an, wie der Abschluss des Studiums und die Bachelorarbeit vonstatten gehen kann.

Bachelorarbeit, Vollzeit-arbeiten-müssen, zeitgleich in Traumatherapie und massig lästiger Schriftverkehr mit Ämtern und möglichen Hilfe-Stellen – das Programm der nächsten Wochen…

Erzählt mir also nichts von lauem Lenz oder dass ein Urlaub ja wohl eine Frechheit sei …

Share Button

Trauma und ein Blatt Papier

Share Button

Im Therapiegespräch gestern redeten wir kurz darüber, wie und ob Entlastungen aus der Therapie spürbar werden. Dabei reflektierte ich die Entlastungen, die sich in den letzen Wochen ergeben haben. Die finanziellen Hilfen, die in den letzten Wochen zugesagt wurden wirken sich nun auch endlich positiv aus.

Warum erst jetzt?

Hilfszusagen zu erhalten ist nur ein Aspekt. Ob sich diese real auswirken und vor allen Dingen wann, kann ich erst in dem Moment beurteilen, wenn sie mich erreichen.

Neben der Zusage bis zum Jahresende monatlich 1200 Euro an Grundeinkommen zu ermöglichen wurde auch angekündigt, die Kosten für Therapie und Coaching zu übernehmen. Eigentlich ja Anlass zur Freude und ein Grund, die Arbeit in anderen Jobs zu reduzieren?

Zunächst:

Auch gegenüber meinen beiden anderen Arbeitgebern darf ich nicht unzuverlässig werden, denn was ab Januar 2015 an Möglichkeiten zur Verfügung steht, kann ich nicht abschätzen. Bis die Hilfszusagen für September und Oktober verfügbar waren, dauerte es bis zum 08.10.2014 und der Arbeitsplan war bereits bis zum 19.10.2014 verabredet.

Am 13.10.2014 erreichte mich die Hilfszusage für November und Dezember 2014. Die Arbeitsplanzusagen waren dann bereits bis zum 26.10.2014 getroffen. Es ist also nicht der pessimistische Blick, der mit Depressionen einhergeht, der dazu führt dass sich die Entlastungen erst langsam auswirken.

Es ist so kompliziert, wie mit einem Blatt Papier: es dauert nur Sekunden, um die glatte Oberfläche so sehr zu zerknüllen, dass es danach eine vielfach längere Zeit braucht, um das Blatt wieder zu glätten. Und ohne Spuren geht auch das nicht vonstatten.

Spuren der letzten Jahre

Mit dem Einzug der Schweigepflichtentbindungen wird die Arbeit für alle Beteiligten nicht einfacher. Der Anlass zur Skepsis gegenüber all den Strukturen, die nun scheinbar Hilfe anbieten, ist in den letzten 18 Monaten seit der Diagnose stetig gewachsen.

Zu meinem Blickwinkel:

1. Ich habe eine offenkundig als Menschenrechtsverletzung einstufbare
Begebenheit kritisiert, die das Ministerium schlichtweg ignorieren WILL.

(Ich hatte jahrelang auf rechtmäßiges, ethisch einwandfreies Handeln der Bundeswehr vertraut)

2. Ich habe seltsame Falschinformationen zum Therapieverlauf im
Bundeswehrkrankenhaus Berlin erhalten, die mich zunächst davon abhielten, mich dort behandeln zu lassen.

(Ich vertraute darauf, dort eine unabhängige und hilfe-orientierte Behandlung
zu erhalten).

3. Ich wurde durch Inhaber von Truppenausweis & Dienstposten in
einem Bundesministerium unter Druck gesetzt – bedroht trifft es exakt.

(dem Typen hab ich allerdings von Anfang an nicht vertraut)

4. Ein Major / Oberstleutnant im Generalstab hat Stunde & Tage
aufgewendet, mich bei Facebook gegenüber meiner Leserschaft zu diskreditieren, als krank darzustellen und mich in der Wahrnehmung anderer als Links-Extremist zu “brandmarken”.

(auch diesem scheinbaren Zufallskontakt konnte ich nicht vertrauen)

5. Wenige Wochen vor den Snowden-Enthüllungen gibt mir ein Zufallskontakt aus Leserkreisen bei Facebook in einem nur wenige Postings andauernden Austausch den Hinweis „… hier wird alles überprüft du sicher genau so … bleib mutig.“

6.
Innerhalb (m)einer Redaktion erhielt ich ein Themenverbot, das durch
NICHTS begründet ist.

(Hier starb jegliche Illusion, die ich mir über eine unabhängige Presse
machen konnte / jemals gemacht habe).

All das waren Begebenheiten, die Vertrauen zerstört haben. Manche davon kann ich als Methode klassifizieren, die als Social Engineering bekannt ist. Andere wiederum lassen sich nur schwer erklären.
Insbesondere, wenn es um das Verhalten von Autoritäten geht, wird es lange dauern, bis in diesem Bereich die Knicke und Falten wieder geglättet sind. Mancher Riss dürfte wohl auch nicht mehr zu beheben sein.

Share Button

Wenn es mal wieder seltsam wird (2) … Entzug der Schweigepflichtentbindungen

Share Button

Offenbar gibt es Präferenzen, bei wem ich in Hamburg am 10.11.2014 den Termin zwecks der WDB-Begutachtung aufschlagen soll. Ein Einwirken auf Termine, behandelnde Ärzte – insbesondere in Begleitung von” Nicht-per-Schweigepflicht-Entbindung autorisierter Dritter Personen” verbitte ich mir an dieser Stelle ausdrücklich.

Mit Wirkung vom 22.10.2014, 17:35 Uhr, entziehe ich sämtliche erteilten Schweigepflichtentbindungen in diesem Fall. Dies betrifft sowohl das Büro des PTBS-Beauftragen, als auch den / die Fallmanager-In. Gegenüber des ehemals beauftragten Anwaltes dürfte die Schweigepflichtentbindung mit seiner damaligen Niederlegung des Mandats erloschen sein.

Auskünfte, die nach diesem Termin zum Fortgang des Verfahrens, gesundheitlichen und jeglichen anderen Aspekten erteilt werden, werde ich entsprechend rechtlich ahnden lassen.

Share Button

Wenn es mal wieder seltsam wird …

Share Button

Im Artikel vom 08.10.2014 hatte ich die lange Dauer des WDB-Verfahrens thematisiert. Ein ambulanter Begutachtungstermin wurde mir für den 18.12.2014 angekündigt. Die lange Verfahrensdauer hat dazu geführt, dass ich aus der Versorgung gefallen bin und unter finanziellen Druck gerate, während ich mich um Lebensunterhalt, Abschluss des Studiums und Therapie bemühen muss.

Was in den letzten Wochen in Zusammenarbeit mit dem Büro des PTBS-Beauftragten General von Heimendahl langsam wieder in Richtung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit wuchs wurde mit dem Öffnen die Briefkastens soeben zerstört.

Termine, Termine, Termine

Am 8.10. ging die Benachrichtigung vom 6.10. bei mir ein, ich solle am 18. Dezember 2014 zur Begutachtung erscheinen. Da es sich um einen Termin handelt, an dem im Bundestag Sitzungswoche und möglicherweise auch eine Ausschusssitzung des NSA-Untersuchtsausschusses ist musste ich diesen Termin zurückweisen. Die Teilnahme an diesen Sitzungen wird Bestandteil meiner Bachelorarbeit werden – an diesem Tag stehe ich nicht zur Verfügung.

Als neuen Termin schlug ich die sitzungsfreien Wochen vor und informierte das Bundeswehrkrankenhaus und das Büro des PTBS-Beauftragten.

Aus diesem Büo hatte Frau Dr. H. zunächst erwirkt, dass der Begutachtungstermin vom 18.Dezember 2014 auf den 10.November 2014 vorverlegt wird. Wie im persönlichen Gespräch mehrfach thematisiert werde ich keine Unterbringung mehr in Bundeswehrliegenschaften oder Einsatzcontainern hinnehmen, die im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg aufgestellt sind.

Weder am 08.10.2014, noch bei einem persönlichen Telefongespräch am 13. Oktober war dann die Rede von der Entwicklung, die mich heute per Post erreicht.

1. Änderung: Arztwechsel

Nach Absprache mit dem PTBS-Beauftragten sollte sich Oberstarzt Dr. H. aus Hamburg um meinen Fall kümmern. Dieser benachrichtigte mich und bestellte mich zum 18.12.2014 ein.

Nun bestellt mich ein mir namentlich nicht bekannter Oberfeldarzt Dr. E. ein.

2. Änderung: Dauer

Angeblich gab es – so das Schreiben, welches heute eingegangen ist ein Telefonat am 9.10.2014 mit dem “Beauftragten BMVg und OFA Dr. E.” – wer auch immer das ist.

Nun wurde aus dem 1-tägigen ambulanten Termin ein 5-tägiger stationärer Termin, der

a) – ohne Rücksprache mit mir gesetzt wurde
b) – offenbar nicht mal Frau Dr. H. aufgefallen ist, als wir am 13.10. über den telefonisch angekündigten neuen Termin gesprochen hatten.
c) – ein der Termin, der wider der Absprache mit Frau Dr. H. erneut einen Termin des NSA-Untersuchungsauschusses blockiert.
d) – der die Unterbringung in Bundeswehrliegenschaften, eventuell gar Einsatzcontainern mit sich bringt.


Warum die Änderungen?

Seit dem 07.10. – also dem Tag nachdem noch eine ambulante, eintägige Begutachtung ausreichend war ist einiges passiert. Zunächst wurde mein Fall als Teil der “Afghanistan-Connection”-Berichterstattung im Tagesspiegel thematisiert. Die Vertuschungsaktion rund um den 27.09.2008 ist nun auch öffentlich nachlesbar – es gibt DREI Bundeswehrmeldungen, die in einem fragwürdigen Maß voneinander abweichen und auf Desinformation des Parlaments schließen lassen.

Am 09.10.2014 war ich als Journalist unter besonderer Beobachtung während der NSA-Untersuchungsausschusssitzung.

Nun werden ohne Absprache mit mir standardisierte Begutachtungskonzepte von 1 auf 5 Tage geändert, Ärzte wechseln ohne Ankündigung, getroffene Absprachen werden nicht eingehalten.

Rein zufällig tangieren beide Terminsetzungen den NSA-Untersuchtungsauschuss. Ich scheine ein Magnet für Zufälle zu werden ^^

Sehr geehrter Herr General von Heimendahl,sehr geehrter Herr Königshaus,

diese Vorfälle sind mir in einer Art und Weise intransparent und wider aller getroffenen Zusicherungen von Mitarbeitern aus ihrem Haus, dass ich an dieser Stelle nun erneut das Büro des Wehrbeauftragten einschalten muss.

1. Ich bitte das Büro des Wehrbeauftragten, mich dahingehend zu unterstützen, dass eine verbindliche Terminfindung stattfindet, die mich in der Berichterstattung zum NSA-Untersuchungsausschuss NICHT behindert.

2. Ich bitte das Büro des Wehrbeauftragten um eine Prüfung, warum aus einem ambulanten, eintägigen Termin für die Begutachtung im Rahmen des Wehrdienstbeschädigungsverfahrens nun ein stationärer, fünftägiger Termin wird, der wider der getroffenen Absprachen mit dem Büro des PTBS-Beauftragten eine stationäre Aufnahmen in Bundeswehrliegenschaften mit Einsatzcontainern diktiert.

3. Ich bitte das Büro des Wehrbeauftragten erneut um eine Stellungnahme zum 27.09.2008 auf Basis der aktuellen Berichterstattung.

4. Ich bitte das Büro des Wehrbeauftragten erneut um eine Stellungnahme zum Vorfall “Adlon-Gespräch” vom 3. Dezember 2013, bei dem mir ein Mitarbeiter aus den Kreisen eines Bundesministeriums unter Vorlage eines Truppenausweises nahelegte, meine publizistischen Tätigkeiten einzustellen und mir indirekt drohte, unlautere Maßnahmen könnten gegen mich zur Anwendung gebracht werden.

Hier ist längst ein Maß erreicht, dass einem demokratischen Rechtstaat unwürdig ist. Ich bitte in diesem Fall Herrn Königshaus persönlich um Stellungnahme.

Mit Grüßen

PS: am 16.10. bin ich telefonisch nicht zu erreichen.

Share Button

Knoten geplatzt – die “Afghanistan-Connection”

Share Button

Vertuschung: Dienste, Militär, Politiker – wer trägt die Verantwortung für die Falschmeldungen aus Ministerium und Einsatzführungskommando?

 

Die Geschichte kennen meine Leser im Prinzip – hier die Antwort auf die kleine Anfrage, die mich seit Monaten beschäftigt:

Dokument zum Vorfall am 27.09.2008 zum Download bei der Tagesspiegel.

Ich trage die Richtung des MDR-Beitrages nicht in Gänze mit. Alternde Ex-Generäle, die nahelegen, künftig mehr in Marine und Luftwaffe zu investieren nachdem das Heer wegen dem Afghanistan-Einsatz überproportional viel aus dem Geldtopf erhalten hat, würde ich nie derartig in Szene setzen.

Im Kern sind aber die Aussagen richtig, dass die Seilschaften, Absprachen und Schweigevereinbarungen zum Zwecke der Förderung von Vorteilen und Vertuschung von Versäumnissen der Armee und dem Ansehen unseres Landes schaden.

Undemokratisch trifft es am besten – ich hoffe, die Entlassungs- und Ruhestandswelle schlägt bis in die Ebenen der Unterstützer in den Gehaltsklassen A13 / A14 und darüber durch. Egal, ob Uniformiert oder im zivilen Beamtenverhältnis, egal ob Bundeswehr oder BND.

Meine Aussage steht – die Bundeswehr mauert

Ich berufe mich weiterhin auf die Äußerungen des landeskundlichen Beraters – diese Version hat sich seit Jahren für mich nicht geändert, wohingegen es nun drei offizielle Darstellungen der Bundeswehr zum 27.09.2008 gibt.

Doch vermutlich werden die genau so fernab jeglicher Realität im Ministerium geprüft und behandelt, wie die Meldungen zur Einsatzbereitschaft von Gerät, Versorgungslage oder dem Sachstand zum Umgang mit Veteranen.

Meldung 1 – Urheber Bundeswehr – Pressemeldung

ScreenShotBundeswehrde

Meldung 2 – Urheber Bundeswehr – Unterrichtung des Parlaments

ScreenshotUDP

Meldung 3 – Urheber Bundeswehr – Antwort auf Kleine Anfrage Dokument zum Vorfall am 27.09.2008 zum Download bei www.afghanistan-connection.de

Wer diese drei Dokumente nun so gar nicht deckungsgleich bekommen kann – ich bin der Auffassung, das Transparenz genau das erfordern würde – darf sich die Mühe sparen und orientiert sich einfach an der Augenzeugen-Version und meinen Erlebnissen vor Ort.

Für die Augenzeugenversion sind leider keine Unterstützer aufzutreiben, weil viele davon noch aktive Soldaten bzw. Geheimnisträger sind:

Augenzeugen-Meldung Lücking

141007_Zitat

Derartige Machenschaften wurden und werden seitens der Oppositionspartei der Partei “Die Linke” regelmäßig hinterfragt. Instanzen im Ministerium auf Staatssekretärsebene sperrten sich aber mit dem Verweis auf angebliche Sicherheitsinteressen bisher gegen die Aufhebung der Einstufung.

Selbst auf direkte Nachfrage werden Jahre nach dem Vorfall Sicherheitsbedenken vorgeschoben. Ich rechne derzeit quasi täglich mit Repressalien – eine Antwort, was in diesem Fall das schutzbedürftige Interesse sein soll, habe ich seit Mai 2013 nicht erhalten.

Weder auf Nachfrage bei Herrn Gauck, noch auf Nachfrage bei Frau Merkel, noch konnten oder wollten mir Frau von der Leyen oder der Wehrbeauftragte Herr Königshaus zu dem seltsamen Meldewesen Rede und Antwort stehen.

Von Nichts gewußt?

Bundeswehr-Generäle, egal ob außer Dienst oder aktiv, die ich anspreche ziehen sich auf die Position zurück, Sie würden gerade Uniform tragen und hätten allenfalls eine private Meinung . Manch “a.D.’ler”, den ich damit konfrontierte, verfiel in ein peinlich berührtes Schweigen:

“Halten Sie es für möglich, dass Sie im NATO-Hauptquartier und im Bundestag einfach so weit von Afghanistan entfernt sind, dass Sie gar kein reales Lagebild mehr erreicht?” 

Betretenes Schweigen bei Ex-Abgeordneten und hochrangigen Ex-NATO-Generälen anlässlich der Podiumsdiskussion im März 2014 beim Treffen des Darmstädter Signals.

Eine Parlamentsarmee kann nach solchen Falschmeldungen und Dienstverfehlungen auf ranghöchster Ebene konsequenter Weise nur noch kaltgestellt werden, bis geklärt ist, wie diese Strukturen wieder unter eine parlamentarische Kontrolle kommen können.

Mitwisser

Wie vielen Parlamentariern der Regierungspartei und der Opposition dieser Missstand in den letzten Jahren zugetragen wurde von doch letztlich niemand bereit war zu handeln und zu hinterfragen, bedarf ebenso der Aufklärung, wie die Frage, wie tief diese Netzwerk vertuscht und wie die Rolle zu Zeiten des Kosovokrieges davor waren.

Wievielen Redaktionen in Deutschland war dieses Eisen zu heiß, um es anzupacken, wenn eine klare Sprache dazu führt, dass Klage erhoben wird, wie kürzlich Claus von Wagner und Max Uthoff feststellen mussten?

Der weitere Aspekt: warum haben wir einen Auslands-, einen Inlands- und sogar einen Militärgeheimdienst, der solche Machenschaften übersieht – übersehen will – übersehen muss?

Ich kann nur mit einem Zitat von Volker Pispers schließen: “Stellen Sie sich mal vor, was in diesem Land los wäre, wenn mehr Menschen wüssten, was in diesem Land los ist … “

Share Button

WDB-Termin vorgeschlagen

Share Button

Beim Öffnen des Briefkastens erwartete mich nun der Termin zur Begutachtung im Rahmen des Wehrdienstbeschädigungsverfahrens.

Hier die Zeitlinie meines Antrags:

Mai 2013:

Antrag erstmals ans Versorgungsamt Berlin gestellt – kurz darauf Weiterleitungsbescheid an Wehrbereichsverwaltung Süd (WBV Süd)

Juni / Juli 2013:
Zwischenbescheid der Weiterleitung von WBV Süd an WBV West – Unterlagen waren erneut auszufüllen

August 2013:

keine Nachricht

September 2013

keine Nachricht

Oktober 2013

keine Nachricht

November 2013
keine Nachricht

Dezember 2013

keine Nachricht

Januar 2014

keine Nachricht

Februar 2014

keine Nachricht

März 2014

keine Nachricht

April 2014

keine Nachricht

Mai 2014

keine Nachricht

Juni 2014
Anwalt fragt nach Sachstand bei WBV West
Antwort sinngemäß: “Rufen Sie hier nicht an – damit machen Sie es auch nicht schneller und schon gar nicht besser.”

Juli 2014

keine Nachricht

28.07.2014 hakt dann das Bundesamt für Personalmanagement beim Bundeswehrkrankenhaus nach

August 2014

keine Nachricht

September 2014

keine Nachricht

Oktober 2014

06.10.2014: das Bundeswehrkrankenhaus schlägt den 18.12.2014 als Termin vor.

Sorry, aber in der Woche habe ich speziell am Donnerstag keine Zeit.

Weitere Bearbeitungsdauer

Der PTBS-Beauftragte geht davon aus, dass es ab dem Begutachtungstermin nocheinmal rund 2 bis 3 Monate dauern wird, bis ein Ergebnis da ist.

Seit 1. September habe ich ein Problem, denn meine Versorgung lief aus. Krankengeld stehe mir – so die Aussage der Rechtsberaterin beim PTBS-Beauftragen – wegen dem offenen Verfahren derzeit nicht zu.

Mit einem Termin im Januar 2015 dürfte ich bis zum Abschluss des Gutachtens an die Zwei-Jahres-Grenze kommen.

So sieht die Fürsorge von Frau von der Leyen aus.

Share Button

Transparenz: Geldeingang

Share Button

Zum 6.10. wird mein Konto einen Geldeingang von 2600 Euro verzeichnen können. Das Geld wurde auf die Initiative des “Beauftragten für PTBS- und einsatzgeschädigte Soldaten der Bundeswehr” zur Verfügung gestellt.

In einem rund zweieinhalbstündigen Gespräch am 10.09.2014 schilderte ich die derzeit prekäre finanzielle Situation, die aufgrund des nicht abgeschlossenen Berufsschadensausgleichverfahrens (mil.: Wehrdienstbeschädigung), der momentan laufenden Therapie und der Notwendigkeit den Studiumsabschluss zu erlangen. All das steht im Konflikt mit den Unterhaltsverpflichtungen gegenüber meinen Kindern, sowie versicherungsrechtlichen Besonderheiten meines Werdegangs bzw. der derzeitigen Jobsituation.

Anspruchshaltung

Während aktive Soldaten mit einem laufenden Wehrdienstbeschädigungsverfahren derzeit nicht vor Beendigung des Verfahrens entlassen werden dürfen, ist diese Art von Rücksichtnahme für Ex-Soldaten, die noch in der Berufsförderung nach der Dienstzeit stecken nicht vorgesehen. Ebenso gibt es für ehemalige Soldaten, deren Einsatzschädigung erst im Status “Zivilist” zu Tage tritt nicht vorgesehen.

Die Erkrankung selbst unterscheidet sich nicht – die Einsatzerlebnisse unterscheiden sich nicht – die Versorgungslage reicht hingegen von einem vollen Gehalt eines aktiven Soldaten bis hin zu einem Abrutschen in HARTZ4.

Problematisch an meiner Situation mit dem momentan nicht abgeschlossenem Verfahren um den Berufsschadensausgleich war auch, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anspruch auf Versorgungskrankengeld habe.

Heinz Volland Stiftung

Die Übergabe des Geldes war einzig an eine Zusage geknüpft, die Begutachtung im Rahmen des Wehrdienstbeschädigungsverfahrens vornehmen zu lassen. Selbst den für mich problematischen Gutachter-Prozess im Bundeswehrkrankenhaus hätte ggfs. durch einen zivilen Gutachter durchführen lassen. Mir kam es lediglich darauf an, in Hamburg nicht wieder in Einsatzcontainern untergebracht zu sein. Offenbar ist die Adresse in Hamburg derart überlaufen, dass zu dieser Lösung gegriffen wurde.

Heinz Volland selbst war bis in die 1980er-Jahre Soldat, zuletzt als Vorsitzender des deutschen Bundeswehrverbandes. Auf Wikipedia wird das Zitat des Militärhistorikers Bruno Thoß aus dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt (<- dubiose Schnittstelle zum BND und anderen Diensten) verwendet:

„Ein unauffälliger, äußerst zäher Gesprächspartner, der es routiniert versteht, Parlamentarier unter Erfolgsdruck zu setzen und deren Arbeitsergebnisse dann ausschließlich an die eigene Fahne zu heften. Abgeordneten läßt er keinerlei Chance einer Teilhabe.“

Danke dafür.

Distanzierung:

Unterhaltsverpflichtungen, nicht abgeschlossenes Studium, Kosten für Therapie, Coaching und Lebensführung machen es derzeit notwendig, diese Hilfe anzunehmen. Eine Identifikation mit den Zielen der Bundeswehr, der derzeitigen Kriegspolitik (Neusprech: “Mehr Verantwortung übernehmen”) oder möglichen Hintergründen über die Spender des Geldes gehen damit nicht einher. Für mich gilt, dass ich nach dem Verursacherprinzip der Erkrankung und der im Gesetz festgeschriebenen Fürsorgepflicht urteile und mich für die Unterstützung bedanke, die ich auch in den kommenden Monaten noch benötigen werde.

Immerhin kann ich meinen eigenen Lebensunterhalt derzeit stemmen. Um nicht unter den Druck des Unterhaltssicherungsamtes zu geraten und dann ohne Rücksicht auf Therapie sowie den notwendigen Aufarbeitungsprozess jeden zumutbaren Job annehmen zu müssen, bin ich derzeit auf solche Unterstützung angewiesen.

An meiner kritischen Berichterstattung zu Versäumnissen und Unzulänglichkeiten rund um die Bundeswehr wird diese finanzielle Unterstützung nichts ändern. Einflussnahmen auf meine journalistische Arbeit dürfen gerne versucht werden – sie werden ähnlich scheitern, wie dieser peinliche Versuch am 03.12.2013.

Ich hoffe, dass mit der nun ebenfalls möglichen Therapie ein geordneter Einstieg in den Journalistenberuf möglich wird.

Share Button

Belastungen, Entlastungen und ihre Wirkung

Share Button

Gestern wurde in den deutschen Nachrichten bekannt, dass eine meiner früheren Mitarbeiterinnen in Afghanistan Opfer eines Mordanschlags wurde. Ich fühle mit der Familie, mit den Angehörigen und den Mitarbeitern vor Ort. Daran hat sich seit Monaten nichts geändert – das Thema ist für mich so präsent, wie seit Ende der Einsatzzeit.

Gemeinsam mit Enno Heidtmann habe ich 2013 einen Beitrag zur prekären Situation der afghanischen Ortskräfte gemacht. Das Versagen unserer Regierung, wenn es darum geht diese Menschen vor Ort zu schützen und ihnen eine Perspektive nach dem Einsatz zu bieten ist mehr als deutlich – Berichterstattung darüber nicht erwünscht.

So groß die Trauer darüber ist – ich bin ruhiger und gefasster, als ich das erwartet hätte und werde in den nächsten Wochen versuchen, das Thema stärker zu begleiten. Über den mir momentan möglichen Umgang bin ich positiv überrascht. Doch ohne die Entlastungen der letzten Wochen wäre ich wohl nicht in der Lage gewesen, nun noch so ruhig zu bleiben.

Seit der ersten Septemberwoche zeichnen sich bei immer mehr Problemfeldern, die ich rund um Erkrankung, gesundheitliche Absicherung und dem Abschluss des Studiums hier thematisiert habe nun endlich Lösungen ab. Gleichzeitig fühle ich eine Entlastung, wie sie in den Wochen und Monaten zuvor nicht zu erlangen war.

Erkrankung

Am Rande einer Veranstaltung traf ich auf eine Traumatherapeutin, die mit einem Verfahren arbeitet, das momentan sehr vielversprechend klingt. Wie die Therapie verläuft, werde ich in den kommenden Wochen dann hier im Blog begleiten.

Die Finanzierung von rund 300 bis 400 Euro monatlich werde ich wohl über den Studienkredit realisieren können, der hoffentlich spätestens im Dezember regelmäßig ausgezahlt wird.

Absicherung

Das größte Problem der letzten Wochen – eine bezahlbare Krankenversicherung – konnte ich dadurch lösen, dass eines meiner Arbeitsverhältnisse in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis umgewandelt wurde. Damit stehen mir monatlich nun mindestens zwischen 750 und 850 Euro zur Verfügung. Netto.

Das reicht zumindest, um die Wohnung zu halten und Lebensmittel einzukaufen. Der Unterhalt für die Kinder muss leider weiterhin vom Amt getragen werden. Derzeit ist es für mich neben Therapie, Erwerbsarbeit (rund 30 Stunden pro Woche) und dem, was für die Bachelorarbeit notwendig ist nicht möglich, Vollzeit zu arbeiten.

Entlastungseffekte

Die Begleitung durch einen professionellen Coach im Rahmen der Bachelorarbeit ist eine wichtige Absicherung, was den sozialen Bereich angeht. Um mich nicht zu überlasten brauche ich das kritische Auge und die regelmäßige Begleitung in dem Arbeitsprozess, der mich sicherlich stark fordern wird. Mir stehen lediglich sechs Wochen Bearbeitungszeit zur Verfügung – einen Zweitversuch gibt es ebenso wenig, wie die Möglichkeit noch weitere Semester dran zu hängen.

Wie im Blog angezeigt, werde ich für Therapie und Coaching in den kommenden Monaten den Studienkredit in Anspruch nehmen müssen, der erst zwei Jahre nach Studienabschluss zur Rückzahlung ansteht.

Spürbare Entlastungen

Nachdem seit Ende Juli der Druck auf mir lastete, wie das immer noch in der Schwebe befindliche Verfahren bezüglich des Berufsschadensausgleichs (militärisch: Wehrdienstbeschädigung) weiter geht, konnte im Gespräch mit dem PTBS-Beauftragten nun zumindest eine Klarheit bezüglich des weiteren Ablaufes erzielt werden.

Mein Anwalt wurde seitens der Wehrverwaltung in Düsseldorf im Juni – nach seiner Aussage recht harsch – belehrt, dass Nachfragen nach dem Verfahrensstand nicht gerade positiv wären und solche Anfragen bitte nicht stattfinden sollten. Daraus mag die Überlastrung der Arbeitskräfte dort sprechen – doch nach über einem Jahr nicht einmal zu wissen, was der aktuelle Bearbeitungsstand ist, ist nicht hinnehmbar. Sah auch der PTBS-Beauftragte so.

Erst mit einer weiteren Eingabe beim Wehrbeauftragten des Bundestages konnte ich Ende Juli zumindest den Zwischenstand in Erfahrung bringen – im September wurde nun durch den PTBS-Beauftragten immerhin ein grober Ablauf (Begutachtung frühestens Oktober – Ergebnisse frühestens zum Jahreswechsel) umrissen.

Deutlich mehr Entlastung brachte aber die Umwandlung eines Arbeitsverhältnisses in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Nachricht darüber erreichte mich am Montag abend.

In den letzten Tagen bemerke ich einen deutlichen Unterschied zu den letzten Wochen und Monaten. Es mag seltsam klingen oder banal bis verschroben anmuten, aber die Entlastung äußert sich in sehr grundlegenden Empfindungen: Müdigkeit und Hunger.

Mit der Anspannung ist nun auf einmal wieder Raum da, dass ich diese “Signale” des “normalen Grundbetriebes” wieder wahrnehme, statt bewusst auf ausreichend Schlaf und regelmäßige Nahrungsaufnahme achten zu müssen. Seit Juli gab es immer wieder hochgradig aktive Tage, an denen ich jedoch wieder aus dem Takt geriet, was Essen und Schlaf anging.

Aussicht

Seit dem Gespräch am 10.09.2014 mit dem PTBS-Beauftragten habe ich erstmals wieder den Eindruck, dass konstruktiv an einer Entlastung gearbeitet wird. Für Freitag, den 19.09.2014 ist seitens der/des Fallmangerin/s angekündigt, dass ein Unterstützungskonzept für die nächsten Monate kommt. Was auch immer da kommt: das Maß an Absicherung, das ich mit einem reaktivierten KfW-Kredit erreichen kann, ist ein wichtiger Schritt nach vorn. Endlich.

Share Button